Jugendliche2

Einladung zur Gelassenheit

»Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen!«

Über Freude am Glauben, Helfen und Gelassenheit

Kein Wort Don Boscos ist bei uns bekannter als gerade dieses. Es findet sich in Poesiealben, in Kalendern und auf Spruchkarten und wird auch in Predigten gern zitiert. Viele fühlen sich von ihm angesprochen und nicht wenigen ist es zur Lebensmaxime geworden. Doch was wollte der hl. Johannes Bosco mit diesem so leicht daher kommenden Sprichwort eigentlich sagen? Es lohnt sich, darüber nachzudenken, zumal es auch als Leitwort für das Jubiläumsjahr 2015 ausgewählt wurde, in dem wir den 200. Geburtstag Don Boscos feiern.

1. Fröhlich sein…: Don Bosco wusste sich besonders gesandt zu den jungen Menschen, die es schwer hatten im Leben und die ausgegrenzt waren. Sich niederdrücken lassen hilft aber nicht weiter und künstlicher Spaß, der oft an der Oberfläche bleibt, auch nicht. Als Erzieher und Priester suchte Don Bosco, seinen Jugendlichen Hoffnung aus dem christlichen Glauben zu vermitteln und ihnen durch Wort und Tat das „Evangelium“, die Frohbotschaft, zu bezeugen. Als Seelsorger wusste er: Wer sich in der „guten Nachricht“ von Jesus, dem Lebensbringer, verwurzelt, der gewinnt auch den Mut und die Stärke, die Aufgaben des Lebens zu bewältigen.  „Dient dem Herrn in Freude” (Ps 100,2), dieses Psalmwort war nach dem Zeugnis seiner Biographen eines der Lieblingsworte Don Boscos; und die im Glauben gründende Freude bildete die Basis seines Jugendwerkes (MB VI, 4). Selbst ergriffen von der Frohbotschaft konnte er als ein  „Heiliger der Freude“ auch seine Jugendlichen mit der Freude des Evangeliums anstecken. Und es war für ihn und seine Jungen nur ganz natürlich, dass sich die Freude am Leben und die Freude am Glauben auch in Humor und Spaß, Feiern und Geselligkeit, Musik und Theater, Sport und Spiel ausdrückten.

2. … Gutes tun …: Die Freude im Sinne des Evangeliums will sich verschenken. Und so war Don Bosco auch ein „Mann der Tat“ und ein „Heiliger der Nächstenliebe“. Die materielle und seelische Not der Jugendlichen, der er in den Gefängnissen, auf den Straßen und Plätzen und auf den Baustellen Turins begegnete, erschütterte ihn zutiefst. Und er suchte Abhilfe zu schaffen, wo er nur konnte. Er wusste, dass sich der Glaube auch in der praktizierten Liebe zeigen muss, so wie es der erhöhte Herr im Evangelium selber sagt: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40). Das war die Triebfeder des rastlosen Wirkens Don Boscos zum Wohl der benachteiligten jungen Menschen. Gottesliebe und Nächstenliebe waren für ihn die zwei untrennbaren Seiten einer Medaille. Aus diesem Geist heraus forderte er seine Schüler immer wieder auf, es ihm gleich zu tun: „Tut, was ihr könnt! Gott wird hinzufügen, was wir nicht vermögen.“ (MB II, 395)

3. … und die Spatzen pfeifen lassen“: Aus den Zeugnissen seiner Biographen wissen wir, dass Johannes Bosco den Spruch vor allem brauchte, wenn er sich in seinem Engagement mit Widerständen und Schwierigkeiten konfrontiert sah – und davon gab es in seinem Leben reichlich! – oder wenn ihm andere von ihren Schwierigkeiten erzählten (vgl. MB VI, 3; X, 540). So lädt der Satz zu einer Gelassenheit ein, die in einem tiefen Gottvertrauen wurzelt. Er fordert dazu auf, sich nicht bei jeder Widerwärtigkeit „ins Bockshorn jagen zu lassen“, sondern einem als richtig erkannten Weg zielstrebig zu folgen. Und er erinnert an das Wort Jesu an seine Jünger, in welchem er sie zu furchtlosem Bekenntnis aufruft: „Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen“ (Mt 10,31).

 „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen“– ein motivierendes und ermutigendes Wort auch für heute. Wer es, im wahrsten Sinne des Wortes, „be-herzigt“, lebt ganz im Geist des Evangeliums und er wird mit seinem Zeugnis anziehend und ansteckend sein.

P. Reinhard Gesing

 

Foto: Wolfgang Maria Weber

 

Hier finden Sie wichtige Ereignisse und Leitsätze Don Boscos zum Nachlesen, die im Vorbereitungsjahr 2014 mit dem Titel "Sich von Don Bosco inspirieren lassen" erschienen sind:

"Um  vergebung bitten, vergeben, sich vergeben lassen"
von Sabine Rödiger SMDB
Download PDF
   
"Engagierte Gelassenheit"
von Martin Lechner
   
"Realistisches Gottvertrauen"
von Angelika Gabriel
   
"Ausgelassene Fröhlichkeit"
von Claudius Hillebrand
   
"Voll sozial" - Don Bosco bewegt uns
von Simone Honecker
   
"Vorbehaltlos lieben"
von Anne Jahn und Natascha Hillebrand-Kaub
   
"Auf dem Boden bleiben..."
von Benjamin Henn
   
"... auf dem Weg zur Heiligkeit"
von Winfried Voggeser
   
"Verschiebt das Gute nicht auf morgen, das ihr heute tun könnt"
von P. Paul Thörner
   

Hier finden Sie wichtige Ereignisse und Wendepunkte aus dem Leben Don Boscos zum Nachlesen, die im Vorbereitungsjahr 2013 mit dem Titel "Wie Don Bosco junge Menschen begleiten" erschienen sind: 

 

"Vater und Lehrer der Jugend"
von P. Reinhard Gesing SDB
   
Um der Liebe willen - salesianische Gastfreundschaft
von Prof. Dr. Martin Lechner
   
Für Don Bosco gab es keine "hoffnungslosen Fälle"
von P. Wilhelm Steenken SDB
   
Für junge Menschen da sein und sie begleiten
von Anja Leuwer
   
Täglich "Amorevolezza" von P. Franz Schmid
   
"Ich will euch alle glücklich sehen!" von Emil Hartmann
   
"Was bedeutet es, im Geist Don Boscos zu erziehen?"
von Claudius Hillebrand
   
Denn das Leben wartet auf Euch
von Winfried Voggeser
   
Dreh- und Angelpunkt der Oratorien: Die Kirche
von Angelika Gabriel
   
Der "weiträumige Hof" und der "schreckliche Rivale"
von Martin Lechner
   
"Junge Menschen schützen und fördern"
von P. Reinhard Gesing
   

Hier finden Sie wichtige Ereignisse und Wendepunkte aus dem Leben Don Boscos zum Nachlesen, die im Vorbereitungsjahr 2012 mit dem Titel "Don Bosco kennenlernen" erschienen sind: 

 

Don Boscos Berufungstraum bedeutet für mich...
von P. Reinhard Gesing SDB:
   
Gedanken zu Don Boscos "Club der Fröhlichen"
von Heribert Späth, Beirat der Don Bosco Stiftung:
   
Gedanken zu Don Boscos Wanderoratorium
von P. Albert Krottenthaler SDB:
   
Gedanken zum Pinardischuppen
von Robert Luttihkuis:
   
Gedanken zu Don Boscos erster Begegnung mit Maria Mazzarello
von Sr. Birgit Baier FMA:
   
Gedanken zu Don Boscos Gefängnis besuch mit Don Cafasso
von P. Bernhard Kuhn SDB:
   
Gedanken zum Tag in Freiheit für die jungen Gefangenen aus Generala
von Angelika Gabriel:
   
"Gemeinsam unterwegs sein"
von Claudia Mayer:
   
"Don Bosco Volunteers in der Welt"
von Ulla Fricke
   
"Du kannst was"
von Christa Schimmer
Der heilige Johannes Bosco
Johannes-Bosco

Johannes Bosco wurde am 16. August 1815 in der Nähe von Turin geboren. Sein berühmtes Zitat: "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" spiegelt die für ihn und seine erzieherische Tätigkeit kennzeichnende Grundhaltung [...]

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