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Aus Verantwortung für die Schöpfung - Das ökologische Handeln im Kloster Ensdorf

Veröffentlicht am: 18. Juli 2010
Ensdorf

Um die Jugendlichen und die vielen Gäste im Kloster Ensdorf für eine nachhaltige Entwicklung und Lebensweise zu begeistern, wollen die Salesianer Don Boscos mit gutem Beispiel vorangehen.
Nachhaltig ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen.

Mit einer Informationsoffensive wollen die Verantwortlichen die Gäste noch mehr zum Mitmachen animieren und haben deshalb die Eckpunkte zusammen gestellt:

Heizenergie
Wir heizen seit November 2004 mit heimischen Holzhackschnitzeln. Bis Ende 2009 haben wir dadurch 486.000 Liter Heizöl durch heimische Biomasse ersetzt und damit 1.410 t CO2 eingespart.

Elektrische Energie
Eigene Produktion
Seit 1995 machen 10 m² Photovoltaik-Panele (1 kWp) Strom; seit 2004 konnten 4.316 kWh eingespeist und so 0,9 t CO2 eingespart werden (bei durch Kohle erzeugtem Strom).
Im Dezember 2007 kamen weitere 14,63 kWp auf dem Bildungshaus hinzu. Bis Ende 2009 wurden insgesamt 13.266 kWh Strom regenerativ erzeugt und damit 6,6 t CO2 eingespart. Alle Photovoltaikanlagen sind Aufdachanlagen und verbrauchen keine Freiflächen.
(Anmerkung: Die Gemeinde Ensdorf erzeugt bereits 25% ihres elektrischen Energieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen; im Vergleich dazu: Deutschland 12%, Bayern 7%, Oberpfalz 9%, Landkreis Amberg-Sulzbach 11%).
Strombezug
Seit dem Jahr 2010 erfolgt die Stromlieferung unseres externen Stromanbieters ausschließ-lich durch namentlich benannte und zertifizierte Wasserkraftwerke in Bayern und ist damit CO2-frei.

Flächennutzung
Die ehemaligen landwirtschaftlichen Flächen des Klosters (ca. 50 ha) sind an ortsansässige ökologisch wirtschaftende Landwirte verpachtet. Der Wald des Klosters (ca. 10 ha) wird sukzessive ökologisch umgestaltet und nachhaltig bewirtschaftet.

Energieeinsparung
Am wenigsten Kosten und Umweltschäden verursacht Energie, die gar nicht erst verbraucht wird. Hier sind wir auf die Mithilfe unserer Gäste angewiesen.
Deshalb unsere Bitte…
- Lüften Sie sinnvoll, d.h. Stoßlüftung bei abgedrehtem Heizkörper und nicht Dauerlüftung bei gekipptem Fenster
- Schalten Sie Stromverbraucher (Licht und elektrische Geräte) beim Verlassen der Räume aus.
- Halten Sie die Außentüren im Winter geschlossen.
- Gehen Sie mit dem Trinkwasser sparsam um.

(Jürgen Zach)

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