Bamberger Musik begeisterte in Bedford
Bamberg/ Bedford, Juni 2011 - Bereits zum vierten Mal reisten die Don Bosco Musikanten Bamberg kürzlich in die Bamberger Partnerstadt Bedford, um mit Musik und fränkischen Getränken die Herzen ihrer Gastgeber erneut für sich zu gewinnen. Nach einer 15stündigen Busfahrt konnten sich die Gäste aus Bamberg am Freitagmorgen bei einem ausgiebigen englischen Frühstück stärken, ehe die Bed-and-Breakfast-Pensionen bezogen wurden - eine wahre Erholung für die müden Musiker.
Viel Zeit blieb jedoch nicht zum Ausruhen, denn bereits um 12.00 Uhr spielten die Musiker ein Begrüßungskonzert, bei dem sie vom neuen Bedforder Bürgermeister Dave Hodgson herzlich begrüßt wurden. Zur Erinnerung überreichte er einen Glaskrug der Stadt Bedford an Gerhard Jäger, den Dirigenten der Bamberger Blaskapelle.
Für das „Sightseeing und shoppen“ blieb am Nachmittag dann auch nicht viel Zeit, denn bereits um 17.00 Uhr stand der nächste Auftritt mit Konzertmusik in der Harpur-Suite, einem der Säle in der Bedforder Corn Exchange, auf dem Programm. Eigentlicher Höhepunkt war am Abend das Bamberg-Bedford-Springfest, bei dem die Bamberger Musiker die ganze Bandbreite ihres Könnens zeigten: Nicht nur bei böhmisch-mährischer Musik mit Polkas, Märschen und Walzer, sondern auch bei Swing, Ragtime und Dixie tanzten die Gäste und klatschten begeistert mit. Die Musik, dazu über 40 deutsche Biere und Schnäpse sowie Frankenwein aus Unterhaid trugen dazu bei, die Stimmung auf für Engländer ungewohnte Höhen zu treiben. Und natürlich gehörte zum Fest auch „German Food“, wie es sich die Engländer vorstellen: Bratkartoffeln, Sauerkraut und „Bratwürste und Krakauer“, die in einem echten Fränkischen „Wörschtwogn“ sicherlich anders aussähen und schmeckten. Doch das tat der Stimmung keinen Abbruch, was man auch daran messen kann, dass noch einmal mehr Gäste als im Jahr zuvor gekommen waren.
Auch am nächsten Tag hieß es für die Bamberger Musiker wieder, mit vollem Programm an diesem völkerverbindenden Fest teilzunehmen. Ausgezeichnet war die Betreuung der Musikanten durch den Veranstalter des „Bedford-Bamberg-Springfest“: Sunil Kalyan, der Manager des Festes und Rose Bedeau vom Bedford Borough Council gaben sich alle Mühe, Brücken zwischen den Bambergern und Bedfordern zu bauen. Sprachliche Barrieren wurden mit Musik leicht überwunden. Für das nächste Jahr wurde bereits eine erneute Einladung zu diesem Fest mit auf den Weg gegeben, der die Musikanten nach weiteren 16 Stunden Busfahrt noch am Sonntag wieder nach Bamberg zurückführte. Allein schon 32 Stunden im Bus an einem einzigen Wochenende zeigen, dass Musik die Menschen beflügelt, aufeinander zuzugehen und die Partnerschaft zu vertiefen.
(Maria Köppl)