Begeisterte deutsche Don Bosco Volontäre in Indien
Bonn/Goa, Januar 2010 - Nach 4 Monaten Freiwilligendienst in Indien, trafen sich zum Jahreswechsel vom 28.12.2010 bis zum 08.01. 2011 die deutschen Auslandsfreiwilligen zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch in Goa.
Die Volontäre, die in Benediktbeuern und in Bonn auf ihren Indien-Einsatz vorbereitet wurden und für zwölf Monate im Land bleiben, waren mit Bus und Bahn nach Goa gekommen. Die Reise dorthin war für die meisten Volontäre schon ein Abenteuer für sich, da die Fahrt mit Bus und Bahn an die Westküste Indiens für einige Teilnehmer bis zu 2 Tage dauerte.
Von Bonn waren Missionsprokurator Jean Paul Muller SDB und der Referent für Freiwilligendienste Wolfgang Kirchner eingetroffen, um die Erfahrungen der Volontäre zu reflektieren und die ersten Monate im Don Bosco Projekt Revue passieren zu lassen. Sechs Tage konnte man die großartige Gastfreundschaft der Salesianer und der Mitarbeiter/-innen im Provinzhaus genießen. Zusammen mit der ihnen bereits vertrauten salesianischen Kommunität sorgten Daniel und Tobias, beide Volontäre in Goa, für einen gut organisierten Verlauf der Seminartage. Während verschiedener Projektbesuche lernten wir die engagierte Arbeit der Salesianer und Mitarbeiter/-innen in Goa kennen, die sich für Kinder und Jugendliche in den Slums einsetzen. Trotz der erbärmlichen Bedingungen und der schlechten Lebensvoraussetzungen können die Ärmsten eine Schule besuchen und werden später auf einen Beruf vorbereitet. Ein mobiler Don Bosco Schulbus mit Lehrpersonal erreicht auch Kinder und Jugendliche auf dem Land. Diejenigen der jungen Inder, die eine Ausbildung im Don Bosco Projekt abschließen können, haben die besten Voraussetzungen in Arbeit vermittelt zu werden, um so für sich und ihre Familien ein solides Auskommen zu erreichen.
Das Seminar mit den Volontären zeigte einen spannenden Verlauf. Den Freiwilligen war anzumerken, wie persönlich prägend sie bereits zu diesem Zeitpunkt die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen als Herausforderung angenommen haben.
In ihrem täglichen Dienst begegnen sie nicht nur vielen Kindern und Jugendlichen, die bereits durch ihre Herkunft aus Armut und sozialer Not gezeichnet sind, sie arbeiten zusammen mit den einheimischen Lehrern, mit den indischen Salesianern, ihren Mitarbeitern und den vielen Helfern.
Ein Don Bosco Volontär zu sein, fordert heraus, führt zu anderen Menschen und eröffnet wunderbare Begegnungen. Wohl ein jeder nahm die frohe Stimmung aus den gemeinsamen Tagen mit zurück in sein Projekt, zu „seinen“ Kindern und Jugendlichen.
Anfang Februar finden zwei weitere Zwischenseminare für Don Bosco Volontäre statt. Nach Johannesburg/Walkerville sind alle Afrika-Volontäre eingeladen, nach Buenos Aires, Argentinien, alle Volontäre, die in Südamerika ihren zwölfmonatigen Freiwilligendienst leisten.
(wk)
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