„Bildung umfassst auch Glaube und Herz“
Calhorn, 03. Februar 2012 - Der Berufungstraum des heiligen Johannes Bosco war das durchgehende Thema auf dem diesjährigen Don Bosco Fest in Calhorn. Begonnen wurde mit einem Pontifikalamt in der St. Marien Kirche in Bevern mit Bischof Luc van Looy, SDB, aus Gent (Belgien). In seiner Predigt ging der Bischof auf den Berufungstraum ein, den der damals neunjährige Bauernjunge hatte. „Erst später wurde ihm bewusst, was dieser Traum bedeutete. Er sollte dafür sorgen, dass junge Menschen gut aufwachsen, aus ‚wilden Tieren‘ musste er Schafe machen und das ohne Faust, sondern mit Liebe. Von Beginn seines Lebens war deutlich, dass er ein Hirte werden sollte. Die Kernfigur in seinem Traum war Maria, die auf ihren Sohn Jesus verweist. Wir können also sagen, dass wir von Maria einen Menschen geschenkt bekommen haben, der für die jungen Menschen sorgte, “ so Bischof van Looy. Don Bosco habe sein Leben für die armen Jugendlichen gegeben. Er sei immer da gewesen, wie ein Hirt, der seine Herde nie verlasse, habe den Jugendlichen stets das Gefühl gegeben geliebt zu werden, habe ein starkes, pädagogisches System ausgearbeitet, das auf Liebe und Freude basiere und keine Strafen kenne, habe jedem die Chance geboten, für seinen Lebensunterhalt zu sorgen, durch Studium, einen Beruf oder eine Arbeitsmöglichkeit. Er habe Menschen um sich versammelt, um die Jugendlichen zu erziehen, sei an die Obrigkeit herangetreten, um Aufmerksamkeit für die Jugendlichen zu erbitten und habe seine besten Salesianer in die Welt geschickt, um diese mit seiner Pädagogik zu erobern, nannte der Bischof die sieben wichtigsten Tätigkeitspunkte des heiligen Bosco. „Don Bosco ist so ein enormer Baum geworden, mit Früchten über die ganze Welt, von allen Farben, Rassen und Sprachen“, schloss Bischof von Looy seine Predigt. Zu den entsprechenden Texten wurden ihm dann von Kinder und Jugendlichen verschiedene Geschenke zur Gabenbereitung übergeben. Von der Uhr, über eine große Kerze, bis zum Fahrrad und viele mehr bis hin zu Wasser und Wein. Musikalisch gestaltete der Kinderchor das Pontifikalamt, erstmalig unter seinem neuen Namen „Lautstark.
Der Leiter der Jugendbegegnungsstätte Haus Don Bosco, P. Otto Nosbisch, sprach allen Helfern, Gönnern und Förderern seinen Dank für die Hilfe und Unterstützung aus, die damit ihre Verbundenheit mit den Salesianern bezeugten und einen maßgeblichen Beitrag leisteten, dass jungen Menschen das Leben in einem passenden Lebensraum gelinge.
Im Anschluss nutzten viele Kirchenbesucher die Gelegenheit zu einer persönlichen Begegnung im Haus Don Bosco. Auch der Festvortrag von P.Reinhard Gesing, zweiter Provinzialvikar aus Benediktbeuern, befasste sich mit dem Thema des Tages: „Ich bin der gute Hirt. Das Erbe Don Boscos heute.“
Musikalisch wurde der Nachmittag von den „Musitas“ aus Hemmelte gestaltet. Mit einer gemeinsamen Vesper fand der Don Bosco Tag sein Ende.
(cs)
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