„Blick über den (eigenen) Zaun“
Diesen Titel trugen die Besinnungstage für langjährige Mitarbeiter/innen aus Einrichtungen der Deutschen Provinz, die die Gruppe nach Linz in Oberösterreich und Budweis in der Tschechischen Republik führten. Fünf Tage Zeit für Spirituelles, für Besinnung und Gottesdienst, für Kunst und Kultur – aber auch zum Ausspannen, Reflektieren und Kraft Schöpfen für den Alltag. Das „über den (eigenen) Zaun schauen“ begann schon beim Kennenlernen der anderen Teilnehmer/innen. Welchen unterschiedlichen Zielgruppen und Aufgabenstellung, welchen aktuellen Herausforderungen müssen sich die Einrichtungen der SDB in Deutschland stellen und wie werden die salesianischen Leitlinien vor Ort in der praktischen Arbeit umgesetzt, was macht das salesianische Profil aus?
Neue Impulse gab es viele, schön waren auch die menschlichen Begegnungen – zweimal wurde die Gruppe in der Linzer Don Bosco Familie willkommen geheißen. Ganz andere Rahmenbedingungen für die Arbeit fand die Gruppe dann beim Besuch der Salesianer in Budweis vor. P. Kaplanek und P. Kristan führten durch Pfarrei, Jugendzentrum und in die Katholische Fakultät der Universität, in der beide als Professoren tätig sind. Sie schilderten den „Werdegang“ von den Zeiten in denen Kirche und Orden nur im Untergrund tätig sein konnten, während der Zeit des kommunistischen Regimes bis zur heutigen Zeit. Ein eindrucksvolles Beispiel von Engagement, vom Durchhalten auch in schweren Zeiten. Auch Salesianerbischof P. Dr. Schwarz zeigte den Gästen seinen Linzer Bischofshof. Er hatte sich einen ganzen Vormittag freigehalten, um über die Situation der Kirche in Österreich zu informieren, insbesondere über die Rolle der Salesianer Don Boscos dabei.
Die Teilnehmer tauschten sich immer wieder intensiv über ihre Gedanken und Eindrücke aus und verglichen mit der eigenen Arbeitswirklichkeit. Vieles vom Gesehenen und Gehörten hatte nachdenklich gemacht. „Davon werde ich lange zehren können“ meinte eine Teilnehmerin und ein anderer: „ Jetzt weiß ich wieder mal, warum ich mir das seit 20 Jahren immer wieder antue und warum ich bei Don Bosco bleiben werde“.
(Winfried Voggeser)