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Das Fest der Juhila und des Pater Toni Rogger

Veröffentlicht am: 02. Juni 2008
Das Fest der Juhila und des Pater Toni Rogger

In der Pfarrkirche St. Stephan versammelte sich am vergangenen Sonntag eine nicht alltägliche Gemeinschaft zur Eucharistiefeier, zum Danken und Beten, zum Bitten und Singen, unterstützt von der wunderbaren Stimme der argentinischen Sängerin Norma Lerer. Zu den Einheimischen gesellten sich Gäste aus der ganzen Schweiz, um ein Familienfest der eigenen Art zu begehen, ein Dankesfest der Don-Bosco-Jugendhilfe Lateinamerika (Juhila) und den 60. Geburtstag von Pater Toni Rogger.

Pater Toni leitet das Werk, das der verstorbene Pater Alfred Fleisch 1975 ins Leben gerufen hat, seit elf Jahren. "Damals ahnte ich nicht", schreibt Pater Toni im jüngsten Jahresbericht, "welch grossartige Entwicklung diese Organisation nehmen würde." Denn damals konnten in Brasilien 20 Projekte der Salesianer Don Boscos mit einer knappen Million Franken unterstützt werden. Im vergangenen Jahr waren es 3,9 Mio. für 61 Projekte in nicht weniger als 12 Ländern.
"Das Unbezahlbare können wir nicht kaufen", sagte Pater Provinzial Josef Grünner (München) in seinem eindringlichen Predigtwort. "Häuser können wir kaufen, aber keine Gemeinschaft, Erlebnisse können wir kaufen, aber kein Leben." In der Bergpredigt rufe Jesus dazu auf, sich nicht um Irdisches zu sorgen. "Doch das", sagte Pater Josef, "heisst nicht, sorglos oder gar selbstzufrieden zu werden, das heisst vielmehr, sich auf das Wesentliche, auf das Reich Gottes zu besinnen und mit jenen solidarisch zu werden, die unsere Hilfe brauchen."

Pater Toni hat es in den vergangenen Jahren in außergewöhnlicher Weise verstanden, ein grosses, starkes Netzwerk aufzubauen. Das bewies das familiäre Treffen am Nachmittag im Jugendwerk Don Bosco. In diesem Netzwerk engagieren sich Menschen von überall her, aus allen Berufen und Kreisen, aber auch mehrere Stiftungen. Sie finanzieren mit kleineren und grösseren Beiträgen die Projekte und tragen damit zur Information und Sensibilisierung weiterer Kreise bei.

Pater Toni demonstrierte in gekonnter Weise - umrahmt von Musik aus Paraguay - die grosse Arbeit seiner Mitbrüder in allen Ländern Lateinamerikas. Die Juhila unterstützt handfeste Projekte, um Kinder und Jugendliche von der Strasse zu holen, ihnen ein neues Zuhause zu verschaffen, den Besuch der Schule zu ermöglichen und später auch einen Ausbildungsplatz zu sichern. Carla Jana Svaton, Studentin in Bern, arbeitet seit ein paar Jahren während ihrer Semesterferien in der Don-Bosco-Jugendstadt in Medell ín Kolumbien. Mit einem eindrücklichen Bericht dokumentierte sie die Hilfe der Salesianer. In den vergangenen Jahren haben 15 jugendliche Freiwillige in Projekten der Juhila mitgewirkt. Um sie darauf vorzubereiten, gibt es innerhalb der Katholischen Missionskonferenz einen eigenen Dienst, den "Voyage - Partage".

(Alois Hartmann)

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