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Das war das Don Bosco Forum 2012!

Veröffentlicht am: 10. Februar 2012
Das war das Don Bosco Forum 2012!

Bonn, 28. 1.2012 - Unterwegs mit jungen Menschen“ lautete in diesem Jahr das Motto des Don Bosco Forums, zu dem am 28. Januar über 300 Freunde, Förderer und Mitarbeiter von Don Bosco Mission und Mondo e.V. in Bonn zusammenkamen. Auf dem Programm standen Vorträge, Musik- und Tanzvorführungen sowie Workshops, bei denen die Teilnehmer selbst aktiv werden konnten. Neben Berichten über die Projektarbeit für junge Menschen in aller Welt galt die Aufmerksamkeit in diesem Jahr besonders dem Thema Migration. Hierzu konnten nicht zuletzt die Teilnehmer der Jugendkonferenz einen Beitrag leisten.
Jungen Menschen eine Heimat geben und ihnen durch Bildung eine Zukunft ermöglichen – welche Herausforderungen sich in schwierigen politischen und sozialen Verhältnissen stellen, berichtete Bruder Charles Taban (SDB). In der seit 2011 unabhängigen Republik Südsudan erfahren die Bildungseinrichtungen der Salesianer einen enormen Zulauf von jungen Menschen. Das Land ist trotz reicher Bodenschätze nach jahrzehntelangem Kampf um die Unabhängigkeit und vielen internen Konflikten verarmt, viele Menschen hungern, die öffentlichen Institutionen sind kaum funktionsfähig. Bruder Charles berichtete von der Hilfe der Salesianer vor Ort, die so viele Jugendliche ausbilden, wie ihnen möglich ist. Zu diesem Zweck überließen die älteren ihre Klassenräume den jüngeren Schülern und werden seither im Freien unterrichtet. Trotz dieser ungünstigen äußeren Bedingungen konnte Charles Taban von vielen Erfolgen berichten, denn die jungen Menschen spüren, welche Chancen die persönliche Begleitung, die Aufnahme in eine Gemeinschaft und die Bildungsangebote ihnen bieten. Einen starken Kontrast hierzu bot der Vortrag von P. Stefan Stöhr SDB aus München. Von unbürokratischer Hilfe kann in Deutschland – man kann es sich denken – keine Rede sein. Aber auch in Deutschland wird armen Jugendlichen im Geiste Don Boscos geholfen. Pater Stefan berichtete vom Projekt Life der Salesianer in München, das sich um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge kümmert. 22 Jugendliche aus Ländern wie Afghanistan oder dem Irak leben in zwei Wohngruppen des Salesianums, einem Wohnheim für Auszubildende. Der Salesianer berichtete von den traumatisierenden Fluchterfahrungen der jungen Menschen. Diese benötigten nicht nur ein stabiles Zuhause und eine Ausbildung, sondern auch eine intensive therapeutische Hilfe. Teils widersprüchliche Paragrafen und behördliche Interessen machen das Engagement der Salesianer allerdings zu einer Herausforderung. Juliana Gößmann, eine Kolumbianerin, die eine deutsche Schule in Cali besuchte, studierte in Darmstadt Sozialpädagogik. Sie erzählte, wie ihr positives Deutschlandbild zwischenzeitlich ins Wanken geriet, als sie spürte, wie sich das Land gegen Immigranten abschottet. Dora Erkeling, ebenfalls aus Kolumbien stammend, berichtete vom Latino-Treff in Hagen, den sie gemeinsam mit ihrem Mann gegründet hat. Ihr Haus wurde so zu einer unersetzlichen Anlaufstelle und einem Ort des Austausches für Migranten aus Kolumbien und anderen lateinamerikanischen Ländern. Und schließlich erzählte Mohamed Kamara aus Sierra Leone von seinem früheren Leben auf der Straße und seinem heutigen Engagement für Straßenkinder.
Selber aktiv werden konnten die Teilnehmer schließlich bei einer Reihe von Workshops, bei denen unter anderem gesungen, getanzt und der unmittelbare Erfahrungsaustausch ermöglicht wurde. Mit einer feierlichen Messe in der Gemeinde St. Winfried sowie einem gemeinsamen Abendessen klang das Fest schließlich aus.

(dbm)

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