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DIALOG-STIPENDIUM – ERFAHRUNGSAUSTAUSCH ZWISCHEN JUNG UND ALT
Dialog-Stipendium – Erfahrungsaustausch zwischen Jung und Alt
München/Benediktbeuern, 14. November 2011 - Viele Studierende sind auf einen Nebenjob angewiesen, wenn sie ihr Studium finanzieren möchten. Eine weitere und durchaus beliebte Möglichkeit sind Stipendien. Im vergangenen Sommersemester kamen 12 Studentinnen und Studenten der KSFH in den Genuss eines Dialog-Stipendiums der Solidaris GmbH.
Solidaris erstattet den Stipendiaten die Studiengebühren – im Gegenzug dafür kümmern sich diese in sozialen Einrichtungen aktiv um Senioren.
„Uns ist es besonders wichtig, dass sich unsere Stipendiaten viel Zeit für den persönlichen Kontakt mit den älteren Menschen nehmen“, sagt Georg Bauer, der Gründer der Solidaris GmbH. „Mit dieser Zuwendung erhalten Menschen, die im Alter oft einsam sind, mehr Lebensfreude.“
Doch nicht nur die Senioren gewinnen aus dieser Situation, sondern auch die jungen Menschen, die an der KSFH Soziale Arbeit oder Pflege studieren. „Solidaris setzt sich für den Erfahrungsaustausch von Jung und Alt ein und unterstützt das Engagement junger Menschen in der Altenarbeit“, erklärt Georg Bauer.
Zudem sammeln die Studierenden auch praktische Erfahrungen, die für ihre spätere Berufswahl wertvoll sind. „Was ich im Studium in der Theorie lerne, kann ich im Altenheim praktisch anwenden. Dort lerne ich, was ich tun muss, um die Menschen zu aktivieren“, sagt Karoline Becker, die in Benediktbeuern Soziale Arbeit studiert. „Zudem sind für mich die Wertschätzung, die Dankbarkeit sowie die Freude, die mir die Pflegebedürftigen entgegenbringen, sehr bereichernd. Es ist eine schöne Arbeit!“
Die Pflegepädagogik-Studentin Tamara Hartl beschreibt ihr Stipendium in einem Altenheim ebenfalls als Bereicherung. „Ich bin gelernte Altenpflegerin und war in meiner Ausbildung lediglich mit der Grundversorgung alter Menschen beschäftigt. Es war eher ein Stillen der Grundbedürfnisse und geschah meist unter Zeitdruck. Jetzt kann ich mich ganz auf die Kommunikation und die Beschäftigung konzentrieren und das ganze ohne Zeitdruck. Das ist ein schönes Gefühl.“ Sie sehe auch sofort den Erfolg ihres Engagements in den Worten und Gesichtern der Bewohner.
Auch für die Studentin Martina Menner, Studiengang Soziale Arbeit in Benediktbeuern, bedeuten die Stunden für das Dialogstipendium im Altenheim einen Gewinn. „Die Arbeit mit Senioren öffnet mir den Blick, zeigt mir zum Beispiel, wie das Leben im Alter ist, wie Menschen die geistig noch fit sind mit körperlichen Gebrechen zu kämpfen haben. Das Stipendium beruht auf Gegenseitigkeit und das finde ich sehr gut.“
Die Solidaris-Stipendien sind rein spendenfinanziert. Laut Solidaris fließt jeder gespendete Euro in die Förderung und den Ausbau des Dialog-Stipendiums. „Damit die Generationen weiterhin zusammengebracht werden können, ist jede finanzielle Unterstützung permanent nötig“, sagt Georg Bauer.
Und auch die Studierenden der KSFH hoffen, dass sie weiterhin auf das Dialog-Stipendium zählen können. „Die Arbeit ist dankbar und sinnvoll. Wenn ich in die Augen der glücklichen, zufriedenen Menschen sehe, dann freue auch ich mich gleichzeitig. Deshalb ist das Dialogstipendium eine Bereicherung für mich und ich kann es jedem wärmstens weiterempfehlen“, sagt Tamara Hartl.
(pm)
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