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Diözesan-Caritasdirektor Matthias Mitzscherlich am Josefstag zu Besuch im Don Bosco Jugend-Werk in Burgstädt

Veröffentlicht am: 19. März 2008
Diözesan-Caritasdirektor Matthias Mitzscherlich am Josefstag zu Besuch im Don Bosco Jugend-Werk in Burgstädt

Eine besondere Veranstaltung zum Josefstag fand am 6. und 7. März bundesweit zum zweiten Mal statt. Unter dem Motto "Jugend braucht Perspektive - kirchliche Netzwerke unterstützen" ist es das Ziel, die Bedeutung der Jugendberufshilfe und -sozialarbeit katholischer Träger und Einrichtungen hervorzuheben. Aus diesem Anlass haben Vertreter der katholischen Verbände, der Seelsorge und der Jugendberufshilfe Einrichtungen besucht, um mit Verantwortlichen und Jugendlichen direkt in Kontakt zu treten. So besuchte Diözesan-Caritasdirektor Matthias Mitzscherlich das Don Bosco Jugend-Werk in Burgstädt.
Der Josefstag in Burgstädt begann mit einem leckeren Frühstück im Jugendwohnheim. Jugendliche erzählten von ihrem Tagesablauf und dem gemeinschaftlichen Leben im Wohnheim. Dabei wurden die Beziehungen zu den Betreuern der Wohngruppen und die Freizeitangebote, die einen wertvollen Ausgleich im Alltag darstellen, hervorgehoben.
Danach ging es weiter zu den Räumen der Berufsvorbereitung. Diese dauert elf Monate und bildet einen wichtigen Baustein in der Vorbereitung auf die Ausbildung. Die Jugendlichen können sich in drei Berufsfeldern orientieren und am Ende der Orientierungszeit zusammen mit den verantwortlichen Mitarbeitern und der Agentur für Arbeit entscheiden, in welchem Bereich sie ausgebildet werden. Für die meisten Jugendlichen geht es in der Berufsvorbereitung aber auch darum, erst einmal eine gewisse ‚Ausbildungsreife’ zu erwerben und Tugenden wie Pünktlichkeit, Ordnung und Fleiß kennenzulernen.
Auf dem Rundgang wurde auch die Druckerei besucht. Hier arbeitet René Stein. Er ist im dritten Lehrjahr und erklärt stolz, wie "seine Maschine" funktioniert. Caritasdirektor Mitzscherlich ist beeindruckt von der "Präzision", mit der hier gearbeitet wird. Engagierte Lehrlinge wie René haben gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die Anforderungen in diesem Beruf werden wie auch in anderen Bereichen immer größer, weshalb auf die technische Ausstattung großer Wert gelegt wird. Und die Lehrlinge produzieren nicht nur für den Papierkorb. Denn das DBJW versteht sich als Dienstleister für die verschiedensten Gewerbe: Druckerzeugnisse und Cateringservice sind dabei nur zwei Bereiche.
Pater Harald Neuberger führte die Gruppe nach der Besichtigung der Druckerei in den Raum der Stille im Internat. Von den 450 Jugendlichen, die momentan im DBJW sind, sind etwa 10 katholisch und 30 evangelisch. Doch möglichst alle Jugendlichen sollen mit den jugendpastoralen Angeboten erreicht werden. Das DBJW will nicht provozieren, sondern dazu anregen, auch einmal über den Sinn des eigenen Lebens nachzudenken. Deswegen gibt es für die Jugendlichen verschiedenste Angebote der Besinnung – vor allem zu Weihnachten und zu Ostern. Themen sind beispielsweise Hoffnung, Liebe, Glück oder Tod. Es sollen christliche Inhalte und Werte vermittelt werden, doch niemand wird gezwungen sich damit auseinander zu setzen.
Zum Abschluss gab es ein gemeinsames Mittagessen mit dem Gesamtleiter Jens Klafki im Restaurant Anker des Don Bosco Jugend-Werks.
Dass sich die Arbeit hier lohnt, zeigt der Erfolg, den das Don Bosco Jugend-Werk vorweisen kann. Ein überwiegender Teil der jungen Menschen, die hier ausgebildet werden, findet den beruflichen Start auf dem Arbeitsmarkt. Die meisten haben im Laufe ihrer Ausbildung nicht nur eine solide berufliche Grundlage, sondern vor allem auch soziale Kompetenzen erworben. Rücksicht, Solidarität, Freundschaft und Liebe waren für manche bisher Fremdwörter.
(P. Harald Neuberger)

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