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Don Bosco Fest in Beromünster

Veröffentlicht am: 06. Mai 2011
Folkloristische Darbietung beim Don Bosco Fest

Beromünster, April 2011 - Wie die letzten Jahre feierten die Salesianer Don Boscos im Jugendwerk Don Bosco in Beromünster auch heuer das Don Bosco Fest gegen Ende der Fastenzeit.
Dieses Mal gestaltete die Jugendhilfe Lateinamerika (Juhila) unter der Leitung von P. Toni Rogger und seinem Team (Brigitte Meier und Patrick Müller) diesen Festtag mit einem besonderen Akzent: Die Arbeit der Salesianer Don Boscos in Kolumbien stand im Mittelpunkt.
Eingeladen zu diesem Anlass war als Gast Padre Germán Londoño aus Cali (Kolumbien). Er ist dort verantwortlich für ein großes Berufsbildungswerk, in dem über 3000 junge Menschen aus schwierigen Verhältnissen einen Beruf erlernen können. Unter anderem betreut er in seinem Zentrum ein Projekt zur Reintegration von ehemaligen Kindersoldaten. Zwei von ihnen – Diana Lorena und John Eduin – hatten Padre Germán nach Beromünster begleitet und erzählten aus ihrem Leben. Beeindruckend waren die Berichte der beiden jungen Leute über ihr Leben in den militärischen Gruppen und ihre Motivation für den Ausstieg aus ihnen. Für beide war klar, dass dieses Leben für sie keinen Sinn und keine Zukunft mehr hatte. Mit Hilfe der Salesianer Don Boscos haben sie wie viele andere eine neue Orientierung gefunden, die ihnen ein menschenwürdigeres Leben eröffnet hat. Heute helfen diese beiden anderen jungen Menschen, die in eine ähnlich „Falle“ geraten sind, einen neuen Weg in eine bessere Zukunft zu finden.
Begonnen hatte das Fest mit einer Eucharistiefeier in der Pfarrkirche St. Stephan, die musikalisch begleitet wurde durch den Jugendchor Beromünster und durch kolumbianisches Harfenspiel. Alle Kirchenbesucher waren nach dem Gottesdienst zu einem Aperitif ins Don Bosco Jugendwerk eingeladen. Ein echt kolumbianisches Mittagessen, das von einen kolumbianischen Team zubereitet und serviert wurde, brachte die Gäste mit der Lebensweise der Menschen in Kolumbien in Kontakt.
Am Nachmittag stand ein Kultur- und Informationsprogramm im Mittelpunkt. Folkloristische und musikalische Darbietungen lockerten die Informationen über Kolumbien und seine Menschen auf. P. Rogger zeigte auf, wie die Juhila seit Jahren vielfältige Projekte in Kolumbien unterstützt. Durch die vielseitigen Informationen wurde den Gästen klarer, welch wunderschönes Land Kolumbien ist und welch großes Entwicklungspotential in ihm steckt und wie wertvoll dort für junge Menschen in schwierigen Lebenslagen die finanzielle und solidarische Hilfe von Seiten der Juhila ist. Kolumbien ist weit mehr als ein Land mit gefährlichen Drogenkartellen und korrupten Banden!
(P. Josef Knupp)

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