Don Bosco-Fest in Regensburg
Ein großflächiges Don Bosco-Bild mit dem beigefügten Motto „150 Jahre Zukunft für junge Menschen“ an der Stirnwand der Hauskapelle des Don Bosco-Zentrums begrüßte die zahlreichen Gäste, die am vergangenen Sonntag der Einladung des Direktors P. Wendel zur Mitfeier des Don Bosco-Festes gefolgt waren.
Die Salesianer, mit etwa 17.000 Mitgliedern der drittgrößte Orden der katholischen Kirche, feiern in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Unzähligen jungen Menschen haben sie seit dieser Zeit eine Zukunftsperspektive eröffnet.
Direktor P. Wendel konnte als Festprediger den bekannten Altabt Dr. Odilo Lechner von St. Bonifaz in München willkommen heißen und unter den Festgästen unter anderem die Bundestagsabgeordnete Maria Eichhorn und den zweiten Bürgermeister Herrn Wolbergs begrüßen.
Altabt Odilo provozierte die Zuhörer zunächst mit der Frage: „Wer ist eigentlich verrückt?“ und gab zu bedenken, dass man auch Don Bosco einmal für verrückt gehalten habe und ihn in eine geschlossene Anstalt bringen wollte. Er hätte die gängigen Vorstellungen über den rechten Umgang von Priestern mit den Jugendlichen „ver-rückt“. Aber auch Jesus hätte die Auffassungen der Jünger, wer der Größte im Reich Gottes sei, „ver-rückt“, als er betonte, wer nicht wie ein Kind werde, könne nicht in das Reich Gottes kommen. Vom Kind könne der Glaubende die rechte Einstellung zu Gott und zum Leben lernen, weil das Kind zum Größeren aufschaue, weil es Freude habe – auch am kleinen Guten – und darum dankbar sei. Aufgabe eines christlichen Erziehers sei es, den Jugendlichen durch den Hinweis auf das Größere Orientierung zu geben. Das Leben habe ein Ziel und empfange von diesem Ziel her Sinn. Und so führte Abt Odilo weiter aus: „Ein ehemaliger Straßenjunge in Südafrika hat das an sich erfahren. Er hatte die Welt und das Leben als hässlich empfunden und Freude am Zerstören gehabt. Da hat ihn ein Salesianer zum Fußballspiel eingeladen, schließlich war er bereit, die versäumte Schulbildung nachzuholen und eine Lehre zu machen. Jetzt singt er davon, wie schön die Welt und das Leben ist!“
Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein in der Turnhalle kam Direktor P. Wendel nochmals auf das 150-jährige Jubiläum zurück. Dies bedeute zunächst, dankbar zurückzuschauen und offen und mutig den Weg nach vorne weiter zu gehen. Auch die Salesianer in Regensburg könnten schon auf eine 85-jährige Präsenz blicken und man werde versuchen, auch zukünftig diese Aufgabe bestens zu erfüllen. Wenn die Salesianer weltweit in über 1000 Einrichtungen Jugendlichen Zukunft geben, dann zeige dies doch, dass ihre Arbeit als notwendig empfunden werde, nämlich: Junge Menschen zu guten Christen und guten Staatsbürgern zu erziehen. Das sei heute wie damals aktuell.
(km)
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