Don-Bosco-Festwoche: "Für Leib und Seele" in Bamberg
Der kath. Orden feiert 150 Jahre Ordensjubiläum und 75 Jahre Heiligsprechung seines Gründers. Das Don Bosco Jugendwerk Bamberg startete bei der Festveranstaltung am 28. Januar die Gründung einer Gemeinschaftsstiftung für den Zirkus Giovanni.
In 132 Ländern sind die Salesianer Don Boscos tätig und kümmern sich um junge Menschen, so der Festredner P. Bihlmayer. Er könne sich in der Vita Don Boscos nicht im Detail verlieren, gäbe es doch 16.000 geschriebe Seiten über das Leben Don Boscos. Aber eines wäre sicher: Don Bosco packte an, wenn junge Menschen Hilfe brauchten, ohne Rücksicht auf sich selbst, ohne zu diskutieren und sofort. Aus der Persönlichkeit des Heiligen und seinem Anliegen für die jungen Menschen heraus ist es zu erklären, dass die Salesianer weltweit Anwälte für die Jugend sind. Und Pater Bihlmayer sei gern nach Bamberg gekommen, weil er schon immer ein Fan des Zirkus Giovanni sei.
P. Georg Matt, Direktor des Klosters Ensdorf machte Mut, im Sinne Don Boscos weiterzuarbeiten – wie Don Bosco solle man in Krisen nicht aufgeben, sondern versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. In seiner „Laudatio“ stellte er das neue Don Bosco Bild von Siger Köder vor. Köder stellt im Zusammenhang mit dem Gleichnis des verlorenen Sohnes Don Bosco als Puppenspieler dar, der sein „Ohr ganz nahe an dem der Jugend hat“.
Emil Hartmann hatte zu dem Fest ins Zirkuszelt im Teufelsgraben eingeladen. Man habe als Rahmen die fröhliche Festvariante gewählt – denn Fröhlichkeit war eine der herausragenden Eigenschaften Don Boscos. So hart er für die jungen Menschen arbeitete, so großen Wert legte er auch auf die Begegnung der Menschen in fröhlicher Atmosphäre bei gutem Essen, Sport und Spiel. Schorsch Bross, überregional bekannter Artist und Comedykünstler, führte nicht nur durch das Programm, sondern sorgte für eine blendende Unterhaltung des Publikums – kein Auge blieb trocken. Ob als Koch, als Bayer in Lederhosen und bewaffnet mit einem Alphorn, als Seifenblasenkünstler, als verliebter mongolischer Hochtonsänger oder als Hochradspezialist führte er durch das piemontesische Vier-Gänge-Menü, sodass die vier Stunden wie im Flug vergingen.
Don Bosco hätte seine Freude daran gehabt: Junge Artisten, die sich höchstens vom Alter von professionellen Artisten unterschieden, begeisterten die geladenen Gäste mit Diabolo und Hochradnummern.
Emil Hartmann wollte mit diesem Fest den Gästen für die überwältigende Unterstützung des Zirkusprojektes im vergangenen Jahr danken und ermunterte sie zugleich, Gründungsstifter der Stiftung Zirkus Giovanni zu werden, damit das Projekt der Jugend der Region Bamberg dauerhaft bestehen bleibt.
„Familiär, herzlich und hohes Niveau“ urteilte ein Gast bei der Verabschiedung. Ein anderer vergaß nach diesem Abend den vorhergegangenen Tag, der ein dunkler für ihn gewesen sei.
(eh)