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Don Bosco Flüchtlingswerk: Recht auf Zukunft

Veröffentlicht am: 21. September 2009
Don Bosco Flüchtlingswerk: Recht auf Zukunft

Das Don Bosco Flüchtlingswerk Austria feiert vom 26. bis zum 27. September das fünfjährige Bestehen des Jugendwohnheims Abraham für unbegleitete minderjährige Asylwerber in Wien Inzersdorf.
Seit der Eröffnung im Mai 2004 wurden 110 Jugendliche aus 21 Ländern – Flüchtlinge, die ohne Familie in Österreich einen Asylantrag gestellt haben – betreut und untergebracht. Jährlich kommen mehrere hundert unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach Österreich, seit letztem Jahr steigt die Zahl wieder.
Die Mehrheit der untergebrachten Personen erhält früher oder später subsidiären Schutz und damit ein (zeitlich befristetes) Recht, in Österreich zu bleiben. „Die Jugendlichen sind sehr motiviert, Deutsch zu lernen, die Kultur hier kennenzulernen, ihren Beitrag zu leisten. Wichtig ist, sie dabei von Anfang an zu unterstützen, sie in Bildungsmaßnahmen zu integrieren und ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen – denn was die Burschen wollen, ist, ganz normale Jugendliche sein zu dürfen“, sagt Margit Pollheimer, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerks.
Gefordert: Vorsorgende Begleitung junger Asylwerber
„Menschen, die auf der Flucht in Österreich landen, brauchen adäquate Betreuung und Versorgung. Das sozialpädagogische Jugendwohnheim Abraham leistet einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Jugendlichen und zu ihrer Integration in Österreich“, so der Salesianerpater und Vereinsvorsitzende Bernhard Vondrasek SDB. „Mit großer Betroffenheit mussten wir zu Beginn dieser Woche erfahren, dass wieder ein junger Mann in Schubhaft gestorben ist.“ Auch ein ehemaliger Bewohner des Jugendwohnheims Abraham starb im Oktober 2005 in der Schubhaft in Linz. Das Team des Don Bosco Flüchtlingswerks weiß aus der täglichen Begegnung mit jungen Asylwerbern: „Perspektivlosigkeit in den Herkunftsländern, traumatische Fluchterfahrungen und skrupulöse Machenschaften krimineller Organisationen können dazu führen, dass junge Menschen die Hoffnung für ihre persönliche Zukunft verlieren.“
Deshalb arbeitet das Don Bosco Flüchtlingswerk nach den Grundsätzen des Turiner Sozialpioniers und Priesters Don Giovanni Bosco (1818-1888) vorsorgend: Schubhaft zählt nach Ansicht des Flüchtlingswerks nicht zu einer adäquaten Betreuung minderjähriger Asylwerber. Jugendseelsorge im Geist Don Boscos möchte Kindern und jungen Menschen anderer Länder und Kulturen ein menschenwürdiges Leben in Österreich ermöglichen und mit ihnen gemeinsam Zukunftsperspektiven erarbeiten. Die Ordensgemeinschaften der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern sowie die Don Bosco Partnerorganisation „Jugend Eine Welt“ sind die Träger des Flüchtlingswerks.
Gesucht: Hilfe für junge Menschen
Finanziert wird das Jugendwohnheim Abraham im Rahmen der Grundversorgung für hilfs- und schutzbedürftige Fremde von Bund und Land, der Fonds „Soziales Wien“ ist der Auftraggeber. „Leider ist der Tagessatz, den wir für die Betreuung der Jugendlichen erhalten, nicht indexangepasst und wir erhalten seit dem Jahr 2004 die gleiche Summe – trotz steigender Lebensmittelpreise und steigender Lohnkosten. Dadurch ist das Jugendwohnheim Abraham in seiner Existenz stark gefährdet und wir wissen nicht, ob wir im nächsten Jahr auch noch einen sechsten Geburtstag des Jugendwohnheims feiern können“, sorgt sich Margit Pollheimer. Dringend werden daher Sponsoren und Spenden gesucht.
Spendenkonto:
Don Bosco Flüchtlingswerk Austria – Recht auf Zukunft für junge Menschen
Konto: 28.035.440.500
Erste Bank, BLZ: 20.111
Bild: Hilfe für Flüchtlinge bedeutet: „Denen mehr geben, die vom Leben weniger bekommen haben.“
(sw)

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