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Don Bosco Forum will „Schatten ausleuchten“ - Salesianer leisten Hilfe für Kinder in 132 Ländern der Erde

Veröffentlicht am: 28. Januar 2008
Don Bosco Forum will „Schatten ausleuchten“ - Salesianer leisten Hilfe für Kinder in 132 Ländern der Erde

Auf Einladung der Salesianer Don Boscos haben am Wochenende (26./27. Januar) in Bonn Vertreter aus Kirche, Politik und Pädagogik über die soziale Situation benachteiligter Kinder und Jugendlicher debattiert. Übereinstimmend sprachen sie von einem verzerrten Bild, das in den Medien verbreitet werde und unnötige Ängste schüre. Das dritte Don Bosco Forum stand unter dem Motto „Schatten ausleuchten“. Ein chinesischer Kardinal (Joseph Zen Ze-kiun, Erzbischof von Hongkong), ein deutscher Staatssekretär (Dr. Hermann Kues) und ein Heidelberger Professor, der in Kolumbien das Leben von Straßenkindern studiert (Prof. Hartwig Weber) forderten neue Ansätze in der Jugendpolitik.

Der Leiter der Don Bosco Mission Jean-Paul Muller SDB sagte, er spüre bei seinen Begegnungen mit Jugendlichen wachsende Angst und Verunsicherung. Viele junge Menschen, besonders wenn sie aus schwierigen Verhältnissen kämen, fühlten sich den Erwartungen, die an sie gestellt würden, nicht gewachsen und zögen sich deshalb alleine oder mit anderen in eine selbst gewählte Isolation zurück. Aus dieser Frustration könne leicht Aggressivität werden. Er forderte von Kirche und Gesellschaft im Sinne Don Boscos auf junge Menschen zuzugehen und ihre verborgenen Talente zu wecken.Der italienische Ordensgründer Giovanni Bosco hatte 1859 in Turin eine Ordensgemeinschaft ge-gründet, die sich um arme und benachteiligte Kinder kümmert. Die Arbeit der Salesianer Don Boscos in 132 Ländern der Erde kreisen nach Aussage Mullers (der selber Heilpädagoge für schwer er-ziehbare Kinder ist) weltweit um fünf feste Zielgruppen: Ausbildung von Kindern und Jugendlichen, Heranbildung von Lehrern und Erziehern, Hilfe für Straßenkinder, Sorge um Kinder aus Migration und Transmigration sowie für Kinder in Krisen- und Katastrophengebieten. Dazu gehörten die Opfer von Aids und Malaria, aber auch Kindersklaven, Kinder-soldaten und Kinderprostituierte und - als neue Schreckenskategorie - die jugendlichen Opfer des illegalen Organhandels.

Eine besondere Stärke des Ordens sieht Muller in seiner Internationalität und Vernetzung. Die Ordensleute zeichneten eine große Sachkenntnis und persönliches Engagement aus: “Sie sind da und bleiben da, auch wenn es ernst wird und Gefahr für Leib und Leben droht.“ Der Staatssekretär im Berliner Ministerium für Familie und Bildung Kues betonte, dass die Jugendpolitik ganz im Sinne Don Boscos eng mit einer Förderung der Familie einhergehe. Jean-Paul Muller erinnerte daran, dass Don Bosco versucht habe, die jungen Menschen nicht über den Kopf sondern über das Herz zu erreichen. Er habe die Gabe besessen, auch noch im schlimmsten Übeltäter Samenkörner des Guten zu erkennen und zum Leben zu erwecken: “Der beste Beweis, dass diese Rechnung auch noch heute aufgeht, ist die große Zahl der Lehrer und Erziehe-rin unseren Einrichtungen, die dort selber einmal als ‚Zöglinge’ begonnen haben.“

(Ulla Fricke)

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