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Don Bosco Jugendliche zelten im Himmelreich

Veröffentlicht am: 01. September 2009
Don Bosco Jugendliche zelten im Himmelreich

Ein Grinsen geht über das Gesicht von Thomas Halter, dem Gruppenleiter der Wohngruppe Turin: „Ja wir haben im Himmelreich gezeltet und zwar direkt neben dem Gnadensee – es war richtig Klasse.“ Allen hat es gefallen und alle sind erholt und gesund zurück gekehrt.
Eine zweiwöchige Freizeit mit sechs Jugendlichen bedeutet für die Betreuer zunächst einmal ganz schön viel Vorbereitung und Organisation. Angefangen bei der Beschaffung von Camping-Utensilien für die Teilnehmer und dem Einkauf von Lebensmitteln bis zum Bepacken der Fahrzeuge und schließlich die Gesamtkalkulation – alles liegt in den Händen der Pädagogen. „Man ist schon geschafft, bevor es losgeht“, meint auch Antje Möller, die als neue Kollegin zum ersten Mal mit den Turinern unterwegs ist.
Im Kleinbus ist es eng, aber die Stimmung ist prima, als Sven, Deniz, Phillip, Christian, Christoph und Erkan sowie die Betreuer ihre Plätze für die nächsten sechs Stunden einnehmen. Solange dauert die Fahrt mit Kleinbus und Anhänger an den Bodensee, denn dort liegt der Zeltplatz „Himmelreich“.
„Ich will einfach nur chillen“, meint Sven und die anderen bestätigen dieses Vorhaben durch Nicken. Das dürfen sie auch – aber nicht nur, meinen die beiden Betreuer, denn schließlich haben die Jungs in Schule und Beruf einiges geleistet und die Freizeit verdient. Thomas Halter und Antje Möller haben im Vorfeld das Freizeit- und Sportprogramm der Umgebung eingehend studiert und Aktivitäten geplant. Sie wissen aus Erfahrung, dass die Jungs mit „abchillen“ nur auf dumme Gedanken kommen und sich langweilen. Viele sind jedoch einfach auch nicht in der Lage, sich ein sinnvolles Freizeitprogramm zu organisieren. „Es ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit“, meint Antje Möller, „die Fähigkeiten und Interessen bei den einzelnen Jugendlichen herauszufinden. Und natürlich selbst alles mitzumachen, das motiviert die Jungs am meisten.“
Die Kanu- und Tretbootfahrten, die Stadt- und Hafenbesichtigung in Konstanz machten genauso viel Spaß wie der Besuch im Tierpark Ahlersbach und Sealife. Die Jugendlichen waren für alles zu begeistern, so auch beim Klettern in Radolfzell in der Kletterhalle. Das breite Angebot des Campingplatzes wurde ebenfalls eifrig genutzt. Bei Boule, Tischtennis, Volleyball oder Frisbee sowie dem häufigen Besuch des Strandbads ergab sich auch mal die Gelegenheit, mit anderen jungen Menschen in Kontakt zu kommen.
Am Abend wurde gegrillt, am Lagerfeuer über Gott und die Welt geredet und beim Bowlingspielen wurden die Betreuer abgezogen. Höhepunkt war schließlich die Beachparty auf dem Campingplatz – eine gute Gelegenheit abzurocken.
„Zwei Wochen reichen aber auch“, meint Christoph und spricht sicher einigen Jungs aus der Seele. Auf so engem Raum Tag und Nacht zusammenzuleben stellt eine hohe Anforderung an die Jungen und ihre Betreuer. Außerdem freuen sie sich auf ein paar freie Tage zuhause, denn schon bald starten Schule und Ausbildung wieder im Jugendhilfezentrum Don Bosco.
(rk)

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