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Don Bosco Schwestern: Ein Spielhof für jede Pfarrei in Georgien

Veröffentlicht am: 17. August 2009
Don Bosco Schwestern: Ein Spielhof für jede Pfarrei in Georgien

Vom 5. bis zum 30. Juli 2009 unterstützten österreichische und belgische Volontärinnen unter der Leitung der Don Bosco Schwestern Kinder und Jugendliche in Georgien.
Die Teilnehmerinnen waren die Tirolerinnen Anna Bichler aus Buch/Jenbach, Gudrun Martinz aus Höfen/Reutte und Maria Hirschbichler aus Mils, Hanna Köttl aus Vöcklabruck/Oberösterreich und Steffi Maurer aus St. Peter in der Au/Niederösterreich.

Ziel des internationalen Einsatzes in den Bergdörfern Turc´ch und Khizabavra war die Partnerschaft mit den Don Bosco Schwestern in Georgien. Die Ausbildung junger Georgier zu Animateuren für die offene Kinderarbeit in Pfarreien stand im Mittelpunkt. Don Bosco Schwester Sr. Renate Schobesberger FMA ist in Österreich für den Freiwilligendienst VIDES verantwortlich und setzt sich für das Projekt ein: „Wir wollen die Lebenssituation der Jugendlichen in Osteuropa besser kennen und verstehen lernen. Es ist für uns wichtig, dass wir vor Ort mit den jungen Menschen ins Gespräch kommen. Ich bin stolz, dass wir Österreicher bereits zum dritten Mal nach Georgien gefahren sind, um Kindern und Jugendlichen in Osteuropa solidarisch und sozial engagiert zu begegnen.“

So haben die Volontärinnen ihren Einsatz in Turc’ch erlebt: Offen, freundlich und zufrieden
„Nach einer langen, anstrengenden Reise sind wir endlich in Turc’ch angekommen. Menschen standen vor ihren Häusern um uns zu winken und willkommen zu heißen. Dieses kleine Dorf und seine Bevölkerung auf der Hochebene in Georgien sollten uns in nur 10 Tagen richtig ans Herz wachsen.

Die Tage unterlagen einem geordneten Rhythmus. Nach dem Frühstück und den kleineren Putzeinheiten kamen schon die Kinder aus dem Dorf und wir spielten, bastelten oder unternahmen kleine Wanderungen in die nähere Umgebung mit ihnen. Auch am Nachmittag widmeten wir uns wieder den Kindern, die uns mit Blumen überhäuften. Die Abende konnten wir meist frei gestalten, so plauderten wir oft mit den Jugendlichen aus Turc’ch, tanzten oder spielten Volleyball mit ihnen. An einem Abend bekamen wir Besuch von den Müttern, mit denen wir durch die Hilfe der Schwestern ins Gespräch kamen. Einblick in das Familienleben erhielten wir durch unsere Besuche in den verschiedenen Häusern, wo wir von der Gastfreundschaft fast erdrückt wurden. Die Messe am Sonntag unterschied sich von den Gottesdiensten, wie wir sie gewöhnt sind.

Der Abschied von Turc’ch ist uns allen sehr schwer gefallen, da wir uns in diesem kleinen, abgeschiedenen Dorf schon fast wie zu Hause fühlten. Es war sehr interessant, eine andere Kultur hautnah mitzuerleben. Vor allem aber haben wir so viele Menschen kennen gelernt, deren Offenheit, Freundlichkeit und Zufriedenheit uns sehr beeindruckt haben.“
Khizabavra: Ausbildung und Praxis für die Kinderbetreuung
„Am Freitag, den 17. Juli, ging unser Abenteuer weiter. Mit einer „Maschrutka“ – einem Kleinbus – machten wir uns auf den Weg in das Gebirgsdorf Khizabavra in 1.400 m Höhe. Die Georgier Inna, Gayla und Dima hatten im Sommer zuvor bereits den Kurs für Animateure besucht und ein Jahr lang Nachmittagsbetreuung für Kinder angeboten. Diesen Sommer sollten sie zusammen mit uns diesen Kurs leiten. Hier sollten wir unsere Erfahrungen weitergeben. Das Ziel der Don Bosco Schwestern ist es, in jeder der 15 katholischen Pfarreien in Georgien ein von Jugendlichen geführtes „Oratorium“ (Spielhof) für Kinder einzurichten. Insgesamt 24 Jungen und Mädchen kamen zu dieser Ausbildungswoche.
Die folgenden Tage waren fest strukturiert. Um 9 Uhr trafen wir uns zum Frühstück und um 10 Uhr zur kurzen Meditation. Danach ging es gleich weiter mit dem theoretischen Teil zu den Themen Teambildung, interkulturelles Arbeiten, Animation, etc. Am Nachmittag war das Oratorium für die Kinder geöffnet. Das Abendprogramm bestand aus einer Rückschau und dem für Don Bosco typischen „Gute-Nacht-Wort“ - einem guten Gedanken zum Abschluss des Tages.“
VIDES bittet um Spenden für die Hilfe in Georgien: Spendenkonto: 535815, Raiffeisen-Landesbank Tirol, BLZ: 36000, Kennwort: Georgien.
Einsatz mit VIDES: Unbezahlt aber unbezahlbar
VIDES ist eine gemeinnützige weltweite Organisation in 31 Ländern, initiiert von den Don Bosco Schwestern. VIDES bietet Interessierten die Möglichkeit, zwischen zwei Monaten und einem Jahr in einem Projekt der Don Bosco Schwestern im Ausland mitzuarbeiten. Der Freiwilligeneinsatz ist unbezahlt, Quartier und Verpflegung werden gestellt. Zumeist werden örtliche Kinder- und Jugendprojekte betreut.
Von den angehenden Volontären wird keine abgeschlossene Berufsausbildung gefordert, somit können auch schon ganz junge Volontäre mit 18 Jahren bei entsprechender Reife, Flexibilität und Begeisterung „unbezahlte“, aber „unbezahlbare“ Erfahrungen im Ausland sammeln. Eine gründliche Vorbereitungsphase für den Einsatz ist Voraussetzung. Der nächste Volontariatstag ist am 22. November 2009 in Salzburg. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage .

Bild: Überwältigende Gastfreundschaft in Turc’ch. 2. Reihe, 1. v.l.: Sr. Renate Schobesberger, 2. Reihe, 2. v.l.: Hanna Köttl, 2. Reihe, 7. v.l.: (stehend): Maria Hirschbichler, 1. Reihe, 1.v.l.: Stephanie Maurer, 1. Reihe, 1.v.r.: Gudrun Martinz, 1. Reihe, 2.v.r.: Anna Bichler.

(sw)

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