Don Bosco Volontariat in Deutschland – Ein Erfahrungsbericht
Mein Name ist Carola Riccardi und ich war für ein Jahr Volontärin bei der Don Bosco Mission in Bonn.
Bis August letzten Jahres hatte ich keine Ahnung, was eine Volontärin im Ausland macht. Ein Priester aus meiner Don Bosco Pfarrei (Santa Maria Ausiliatrice) in Rom hat mir von der Möglichkeit eines Volontariats im Ausland erzählt. Er fragte mich: „Carola, würdest du gerne nach Deutschland (Bonn) für ein ganzes Jahr gehen?“ Am Anfang wollte ich nicht, weil mir bewusst war, was es bedeutet, weit weg von zu Hause zu sein. Aber am Ende habe ich diese große Entscheidung für mich getroffen und bin geflogen.
Es war ein wahnsinnig interessantes Jahr. Ich habe viele Dinge gelernt, über Don Bosco und die internationale Arbeit der Salesianer, über den interreligiösen Ansatz ihrer Arbeit, über Armut und Ungerechtigkeit. So hätte ich nie gedacht, dass Don Bosco beispielsweise auch in Pakistan aktiv ist. Für mich war Don Bosco eher etwas typisch Italienisches!
Mir selbst hat dieses Jahr viel gebracht. Ich meine zum Beispiel die Kleinigkeiten – Dinge die ich in Rom nie gemacht hätte. Wäsche waschen, alleine kochen, ohne Mamas Hilfe Medikamente kaufen und vieles mehr. Da ich eine Allergie habe, musste ich hier auch zum ersten Mal allein zum Arzt gehen. Alle diese Kleinigkeiten haben mir geholfen, erwachsen zu werden.
Ich habe auch Spaß mit meinem Deutsch gehabt, manchmal habe ich lustige Wörter erfunden, die mich immer noch zum Lachen bringen. Meine Kollegen haben mir in allen Bereichen sehr geholfen. Ich habe nicht nur ein Büro gefunden, sondern auch eine Familie.
Heute ist mein letzter Tag bei der Don Bosco Mission. Ich werde (wie eine Italienerin sagen würde) hier ein Stück meines Herzens lassen. Es war ein wunderbares Jahr.
Danke euch, Danke Don Bosco.
(Carola Riccardi)