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„DON BOSCO IST EIN GESCHENK GOTTES“ – ABSCHLUSS DER DON-BOSCO-FESTWOCHE IN MÜNCHEN
„Don Bosco ist ein Geschenk Gottes“ – Abschluss der Don-Bosco-Festwoche in München
150 Jahre Zukunft für junge Menschen: Rund um den Gedenktag ihres Ordensgründers Johannes Bosco am 31. Januar haben die Salesianer Don Boscos am Wochenende in München und Benediktbeuern den Abschluss der Don Bosco Festwoche zum 150-jährigen Ordensjubiläum gefeiert. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, und der Münchener Erzbischof Dr. Reinhard Marx ehrten das breite Engagement der Ordensleute in Deutschland.
Zum Festauftakt am Freitagabend würdigte Zollitsch vor 120 geladenen Gästen den Einsatz des Ordens für junge Menschen. Obwohl in Deutschland heute nur 350 Ordensleute wirken, gehe von ihnen eine enorme Breitenwirkung aus. Jeder, der kompetente Jugendarbeit machen wolle, stoße über kurz oder lang auf die Salesianer, so Zollitsch.
In seinem Grußwort stellte der Freiburger Erzbischof die aus seiner Sicht zentralen Aufgaben der Orden heraus: Berufungen zu wecken und zu begleiten, zur Gemeinschaft zu befähigen und ein Leben mit und aus Jesus Christus zu verwirklichen. Die Gesellschaft brauche heute Orden wie die Salesianer Don Boscos, weil ihre Mitglieder glaubhaft die christliche Botschaft vorleben und weitergeben können. Die Salesianer, die durch die lebensbejahende, optimistische Grundhaltung Don Boscos motiviert sind, könnten jungen Menschen diese Werte weitergeben.
Deutsche Familienpolitik – eine Anleihe an Don Bosco
Als Festredner war auch der Staatssekretär des Bundesfamilienministeriums, Dr. Hermann Kues, geladen. Er dankte den Salesianern für ihr vielfaches Engagement, das er schon an verschiedenen Orten – wie in Berlin und Bonn – persönlich kennenlernen konnte und warb für einen gemeinsamen Einsatz für Kinder und Jugendliche. Die Leitidee gegenwärtiger deutscher Familien- und Jugendpolitik könne geradezu als eine direkte Anleihe an die Idee Don Boscos gesehen werden.
Die geäußerten Gedanken zum Wirken der Salesianer in Deutschland wurden anschließend noch in einer Podiumsdiskussion mit Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, Provinzial P. Josef Grünner und dem Inhaber des Lehrstuhls für Jugendpastoral an der PTH Benediktbeuern, Prof. Dr. Martin Lechner, vertieft.
Nach seinem Besuch in München reiste der Freiburger Erzbischof Zollitsch am Samstag weiter ins Kloster Benediktbeuern, wo er von der dortigen Salesianergemeinschaft als Festprediger zum Don Bosco Fest geladen war.
„Don Bosco ist ein Geschenk Gottes“
Zum feierlichen Abschluss der Festwoche konnte Provinzial P. Josef Grünner am Sonntag Erzbischof Dr. Reinhard Marx begrüßen, der auf Einladung des Ordens in der Pfarrkirche St. Wolfgang (München) das Hochamt zu Ehren des hl. Johannes Bosco feierte. In seiner Predigt forderte Marx dazu auf, das Jubiläum zum Anlass zu nehmen, nach vorn zu blicken, die Zeichen der Zeit zu erkennen, diese im Licht des Evangeliums zu interpretieren, und es damit Don Bosco gleich zu tun. Dieser habe, trotz schwieriger gesellschaftlicher Verhältnisse im 19. Jahrhundert, die Armen und Schwachen immer im Blick behalten, und aus der Not heraus ein großartiges Werk der Jugend entstehen lassen, das bis in die heutige Zeit hineinragt. Marx verglich das Werk und die Pädagogik Don Boscos mit dem Wirken Jesu Christi. Die Liebe Jesu sei der rote Faden durch die Pädagogik Don Boscos; diese Liebe habe er auch in der Spiritualität seines Ordens grundgelegt. „Don Bosco ist ein Geschenk Gottes an die Menschen“, fasste der Erzbischof zusammen.
Nach dem Festgottesdienst feierten knapp 1.000 Gäste im Münchener Jugendwohnheim Salesianum. Den Höhepunkt des Nachmittags bildete die Premiere des neuen Don-Bosco-Musicals „Don Boscos Traum“, einer musikalischen Reise in die Welt des Ordensgründers Johannes Bosco vor über 150 Jahren. Den Text dazu hatte Gudrun Nassauer verfasst, Stefan Ludwig die Musik und Lieder komponiert. Über 120 Mädchen und Jungen der Singschule St. Wolfgang beteiligten sich an der Uraufführung.
(kh/gm)
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