Don Bosco mit den Augen von Sieger Köder
Das Kloster Benediktbeuern ist um ein Kunstwerk reicher. Der Maler-Pfarrer Sieger Köder hat dem Salesianerorden eine Darstellung des Ordensgründers Don Bosco geschenkt.
Als Glücksfall bezeichnete Pater Karl Geißinger die freundschaftlichen Beziehungen zu Sieger Köder, der erstmals Ende der 1950er-Jahre ins Kloster gekommen war. Der Kunsterzieher begleitete damals eine Schulklasse aus Aalen, die unter seiner Anleitung voller Begeisterung den Speisesaal der Jugendherberge ausmalte. "Beim Klosterbrand vor über 25 Jahren ging das Kunstwerk leider verloren", sagte P. Geißinger. Der Kontakt zu den Salesianern sei nie abgerissen, und auch die ehemaligen Schüler hielten heute noch Kontakt. Aus ihnen sind Maler, Kunsterzieher, Ärzte, Journalisten und Architekten geworden. Sieger Köder wurde Priester und gilt längst als einer der bekanntesten religiösen Maler unserer Zeit, der vor allem mit einer Bibel-Illustration für Aufsehen gesorgt hat. Die ordenseigene Philosophisch-Theologische Hochschule hat Köder vor fünf Jahren gar zu ihrem Ehrendoktor ernannt.
In Benediktbeuern hat sich der Maler-Pfarrer nicht nur mit einer beeindruckenden Glaswand im Meditationsraum des Zentrums für Umwelt und Kultur (ZUK) verewigt, sondern zusammen mit ehemaligen Schülern auch im August-von-Finck-Saal. Gemeinsam haben sie dort Wandbilder nach Gesängen aus den "Carmina Burana" geschaffen, die ZUK-Rektor Pater Geißinger bei einer Wiedersehensfeier der ehemaligen Aalener Klasse nach der jüngsten Carmina-Burana-Aufführung im Maierhof deutete. Nachzuschlagen sind die Kunstwerke übrigens in einer von der Heidenheimer Verlagsanstalt herausgegebenen Broschüre, die Verleger Hans Jörg-Wilhelm im Maierhof vorstellte.
Einen Ehrenplatz in der Meditationskapelle soll das neue Köder-Bild von Don Bosco erhalten. Für Pater Geißinger eine überaus gelungene Darstellung des Ordensgründers, der als Puppenspieler den Straßenkindern von Turin das Gleichnis vom verlorenen Sohn vorspielt: "Ein berührendes Bild der Herzlichkeit."
(Quelle: www.merkur-online.de)
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