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Don Bosco zu Gast beim Kiwanis-Club Kempten-Cambodunum

Veröffentlicht am: 17. Juni 2011
P. Herbert Bihlmayer

Kempten, Mai 2011 - Sie haben einiges gemeinsam, die Salesianer Don Boscos und die Kiwanier: beiden Organisationen liegen benachteiligte Kinder und Jugendliche am Herzen, beide versuchen hier im Lande und weltweit deren Situation zu verbessern, ihnen zu helfen, eine Chance für ein selbstbestimmtes Leben zu bekommen. So liegt es auf der Hand, dass die Kemptener Kiwanier dem Vortrag von P. Herbert Bihlmayer über Don Bosco „Weltweit – Idee – Werk – Stiftung“ sehr interessiert lauschten.
Von Johannes Bosco (1815 – 1888) ist eine ganze Bewegung ausgegangen. Er versuchte, so viele Menschen wie möglich zu gewinnen, um in seinem Geist für bedürftige junge Menschen zu wirken. Er selbst gründete dazu die Salesianer Don Boscos und zusammen mit Maria Mazzarello die Don-Bosco-Schwestern. Sein berühmtes Zitat: "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" spiegelt die für ihn und seine erzieherische Tätigkeit kennzeichnende Grundhaltung wieder. Und er hatte Erfolg damit. Er konnte in dem von zunehmender Industrialisierung geprägten Turin zahlreichen Kindern helfen, die auf der Straße lebten, nicht lesen, schreiben und rechnen lernen konnten und zum erheblichen Teil übel ausgebeutet wurden.
Heute leben und wirken fast 16.000 Salesianer Don Boscos in etwa 130 Ländern.
Im Jahr 2001 wurde das Don Bosco Stiftungszentrum ins Leben gerufen. Zeitgleich wurde die rechtlich selbstständige Don Bosco Stiftung gegründet, die den juristischen Rahmen für die treuhänderischen Stiftungen im Stiftungszentrum bildet. Das Stiftungszentrum erwies sich schnell als Erfolgsmodell. Die Möglichkeit Kinder und Jugendliche mittels Stiftungen oder über Projekte zu fördern sowie durch Testamente zu unterstützen, scheint dem Wunsch vieler Menschen zu entsprechen. In diesem Jahr konnte es zu seinem 10-jährigen Bestehen 176 Stiftungen feiern.
P. Bihlmayer stellte den Kiwaniern dann noch ein 2010 ins Leben gerufenes Projekt vor, dessen Anliegen der Schutz unserer Umwelt ist. Vor allem soziale Randgruppen werden von umweltpädagogischen Maßnahmen nur selten erreicht. Das Programm „tagwerk“ richtet sich an straffällig gewordene Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren. Sie sollen helfen, durch Dammbaumaßnahmen ein Moor zu renaturieren. Zurzeit wird im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen erprobt, ob die mit dem Projekt verbundenen Ziele erreicht werden können. Diese sind bei straffällig gewordenen Jugendlichen insbesondere:
- durch Arbeit an einem gesellschaftlich relevanten Projekt positive Lebensansätze zu gewinnen,
- zum Naturschutz beizutragen und zu erfahren, welche Bedeutung die Natur für uns Menschen hat und
- handwerkliche Fertigkeiten zu erlernen und Einblick in verschiedene Berufsbilder zu bekommen.
Nach der Erprobung des Projekts ist eine Übertragung des Programms auf weitere Landkreise geplant. Die Jugendlichen nehmen das Programm gern an. „Lieber schwitzen als sitzen“ scheint für viele Entscheidungsgrundlage zu sein.
Beeindruckt von dem engagierten Einsatz der Salesianer Don Boscos für die Belange von Kindern und Jugendlichen entschieden die Kemptener Kiwanier das Projekt „tagwerk“ mit 3.000 € zu unterstützen.
„Das ist ein großartiges Projekt!“ betonte Hans-Hermann Richter, Präsident des Kiwanis-Club Kempten-Cambodunum, „Vielleicht kann es nach seiner Erprobung ja auch bei uns im Allgäu umgesetzt werden. Schließlich gibt es hier noch viel zu tun, um unsere schöne Natur zu erhalten.“
(pm)

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