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Drei Ewige Professen bei den Salesianern Don Boscos

Veröffentlicht am: 05. September 2009
Drei Ewige Professen bei den Salesianern Don Boscos

(München/Buxheim) – Am Sonntag, 4. Oktober 2009 legten drei junge Männer ihre Ewige Profess als Salesianer Don Boscos in der Niederlassung Buxheim ab. Johannes Kaufmann (33) stammt aus dem schwäbischen Aalen-Unterkochen. Nach dem Abitur studierte er Theologie in Tübingen. Für die Berufung zum Salesianer Don Boscos entschied er sich während des Studiums. Nach praktischen Erfahrungen des salesianischen Lebens und Arbeitens in Chemnitz und Regensburg trat er ins Noviziat der Salesianer in Pinerolo/Italien ein und legte am 8. September 2004 die zeitliche Profess ab. Anschließend studierte er Sozialpädagogik in Benediktbeuern. Seine pädagogischen Praktika absolvierte er im Don-Bosco-Club in Essen, im Offenen Jugendtreff in Heiligenstadt sowie im Internat des Marianums Buxheim. Seit 15. August ist Johannes Kaufmann Leiter des Don-Bosco-Hauses in Chemnitz.

Mit ihm legten zwei indische Mitbrüder ihre Ewige Profess in Buxheim ab. Rayulu Sarath Parri stammt aus Andhra Pradesh/Hyderabad, Nicholas Sun aus Byrnihat im Bundesstaat Meghalaya. Beide leben seit einem Jahr in Deutschland, um die deutsche Sprache zu lernen und die pädagogische Arbeit hierzulande kennenzulernen. Anschließen wird sich bei beiden ein Theologiestudium an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benediktbeuern.
Provinzial P. Josef Grünner drückte in der Festpredigt seine Freude über die Entscheidung der Männer aus und betonte die Wichtigkeit der salesianischen Sendung zur Jugend in der heutigen Zeit. Wie wichtig die Sorge um junge Menschen heute sei, werde angesichts der jüngsten Vorfälle von Jugendgewalt auf schmerzliche Weise deutlich. Don Bosco habe die jungen Menschen begleitet und versucht, den guten Kern in ihnen zu entdecken und zu fördern. Seit fast 100 Jahren tun das die Salesianer Don Boscos in seiner Nachfolge auch in Deutschland. Der Provinzial dankte den Professen, dass sie sich verbindlich für das Leben in der Gemeinschaft der Salesianer entschieden haben - und damit für ein Leben mit der Jugend.
Der Weg zum Salesianer Don Boscos
Auf dem Weg zum Ordensbeitritt ist die Ewige Profess der letzte Schritt mehrerer Phasen der Prüfung und Orientierung für die Kandidaten. Mit der Ewigen Profess bindet sich der Mitbruder endgültig an die Gemeinschaft und verspricht gemäß den Konstitutionen zu leben. Die besondere Sendung der Salesianer Don Boscos ist der Einsatz für benachteiligte Kinder und Jugendliche.
Der Ewigen Profess gehen drei Schritte voraus. Die Interessenten am Ordensleben verbringen zunächst einige Zeit als Aspiranten, d.h. sie leben phasenweise in Gemeinschaften der Salesianer „auf Probe“ mit. Daran schließt sich das Vornoviziat an, in dem der Kandidat mindestens ein halbes Jahr in einer Gemeinschaft mitlebt und -arbeitet. Das Noviziat ist auf ein Jahr angelegt und befindet sich für die deutschen Interessenten im internationalen Noviziat in Pinerolo/Italien. Diese Zeit ist gedacht, um die Entscheidung zum Ordensberuf zu prüfen und zu reflektieren. Sie wird intensiv begleitet durch den Novizenmeister und die Mit-Novizen. Daran schließt sich die zeitliche Profess an, die nach drei Jahren wieder erneuert wird. Der Schritt zur Ewigen Profess erfolgt meist nach sechs Jahren.
weitere Informationen unter www.berufung.donbosco.de

(Foto,v.l.n.r.: Provinzial P. Josef Grünner, Nicholas Sun, Johannes Kaufmann, Rayulu Sarath Parri und Ausbildungsleiter P. Reinhard Gesing)

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