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Elfenbeinküste: Tausende Flüchtlinge in salesianischer Einrichtung

Veröffentlicht am: 30. März 2011
Flüchtlingslager an der Elfenbeinküste

An der Elfenbeinküste verschärft sich die Lage zusehends. Seit der Wahl Ende November befindet sich das Land in einem gewaltsamen Machtkonflikt. Anhänger des gewählten Präsidenten Alassane Ouattara und des bisherigen Präsidenten Laurent Gbagbo stehen sich gegenüber.
Die politische Ungewissheit und die große Armut der Bevölkerung haben eine Atmosphäre der Angst und des Misstrauens geschaffen. Besonders kritisch ist die Lage in Duékoué, einer Stadt im Westen des Landes. Nach Gerüchten über bevorstehende Attacken von Rebellengruppen suchten Anfang Dezember hunderte Flüchtlinge Zuflucht in der salesianischen Einrichtung „Saint Teresa of the Child Jesus”. Nach einigen Gefechten in Fangolo, das circa vier Kilometer von Duékoué entfernt ist, nahm der Flüchtlingsstrom zu und in der dritten Dezemberwoche fanden ca. 3 000 Menschen in der Mission Schutz. Nach anhaltenden gewaltsamen Auseinandersetzungen stieg die Zahl der bei den Salesianern Zuflucht suchenden Menschen im Januar auf über 12 000. Die „Saint Teresa of the Child Jesus“ Mission gab den Menschen Unterkunft und Gesundheitsfürsorge. Sie stellte Duschen, Toiletten, Öfen und Zelte zur Verfügung, außerdem wurden Lebensmittel, Decken und Kochutensilien verteilt.
In der salesianischen Einrichtung kehrt nach und nach wieder Normalität ein, die Zahl der Flüchtlinge ist aktuell auf 3 200 gesunken. Manche hätten schon in ihre Dörfer zurückkehren können, da ihre Häuser nicht geplündert wurden, aber Angst und Unsicherheit haben sie bisher davon abgehalten. Viele andere bleiben, da sie alles verloren haben.

(www.donboscomission.de)

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