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Erste Stifterreise ging nach Südtirol

Veröffentlicht am: 15. Mai 2009
Erste Stifterreise ging nach Südtirol

„Mit den Füßen auf der Erde, mit dem Herzen im Himmel“ – unter dem Motto dieses Don Bosco Zitats stand die erste Stifterreise des Don-Bosco-Stiftungszentrums vom 30. April bis 3. Mai nach Südtirol. Waren die 18 Teilnehmer beim regnerischen Beginn der Reise in ihren Erwartungen noch abwartend und unsicher, am Ende waren sich alle einig: „Eine rundherum gelungene Premiere“.
„Ja, wer macht denn so was?“ Ziemlich entsetzt reagierte im Vorfeld der Reise eine Studentin aus dem Umfeld der Co-Reiseleiterin Carola Holzmann auf das Programm. „Sechs Kirchen- und Kloster-Führungen in vier Tagen? Das kann doch nicht gut gehen.“ Tatsächlich gab’s dann auch manch schwierigen und steilen Weg zu gehen. Doch alle gingen bis zum Schluss gerne mit.
Inhaltlich führte das Programm von der Kirchen-Neuzeit in die Zeit der Urkirche. Den Anfang machte mit der erst 1977 eröffneten Kirche St. Josef in Algund, eine der „be-kanntesten und modernsten Kirchen in Südtirol und darüber hinaus“. Imponierend war die vielfältige Symbolkraft des jungen Bauwerks, insbesondere die Darstellung des Gnadendreiecks Taufe – Buße – Eucharistie. Den Abschluss bildete die „Vorhalle zum Himmel“ (Domkapitular Johannes Messner): der Brixener Dom mit seinem romanischen Kreuzgang.
Dazwischen lagen bedeutende Meisterwerke sakraler Baukunst: Die Pfarrkirche von Lana mit dem viertgrößten Altarbild Europas, dem berühmten Schnatterpeckaltar, das höchstgelegene Benediktinerstift Marienberg (12. Jahrhundert), das Unesco-Weltkulturerbe Müstair in der Schweiz (8. Jahrhundert), die „kleinste aber feinste Pfarr-kirche“ St. Jakob in Tramin mit der Einmaligkeit von zwei Kirchen unter einem Dach und den bekannten „Fabelwesen von Castelat“ (12. Jahrhundert) sowie Schloss Tirol mit dem Palas- und Kapellenportal (12. Jahrhundert).
Unbestrittener Höhepunkt war die Eucharistiefeier in der farbenprächtig und symbol-trächtig bemalten Krypta von Marienberg mit dem Prior des Stifts, Pater Markus. „So haben wohl die Christen der Urkirche Gottesdienst gefeiert“, so der Prior. „Wir wissen, dass Sie eine ganz große Ausnahme für unsere Stifter machen und sind Ihnen dafür sehr, sehr dankbar.“, sagte Reiseleiter Pater Herbert Bihlmayer.
Doch nicht nur hier, sondern bei fast jeder Station wurde das Engagement der Stifter gewürdigt. Als Beispiel sei Jürgen Geier, Touristenführer und Publizist in Tramin, zi-tiert: „Es ist für mich als jungen Menschen schön zu sehen, dass sich Menschen wie Sie in der heutigen schnelllebigen Zeit dafür einsetzen, langfristig als wertvoll Erkanntes zu erhalten“. Nur durch das Engagement zahlreicher Wohltäter sei es im Übrigen auch in der Frühzeit der Christen gelungen, dass gerade hier in Südtirol so viel großartige Beweise gelebten Glaubens mit Jesus Christus als Mittelpunkt erhalten werden konnten, so Geier.
Basis-Quartier war das Bildungshaus Lichtenburg in Nals bei Meran mit freundlichem Personal, hellen Zimmern und gutem Essen. Weitere Wohlfühlfaktoren der besonde-ren Art waren Busfahrerin Gisela und Postkartenwetter vom Brenner bis zum Ende. Zum Ausklang jedes – für manchen zu „dichten“ – Tagesprogramms gab es die Möglichkeit zu einem besinnlichen Tagesabschluss unter der Leitung von P. Bihlmayer und Carola Holzmann. Da wundert es nicht, „dass so viele Individualisten vier Tage außerordentlich harmonisch miteinander verbracht haben“, so Heribert Späth. Auch für Dr. Christian Demleitner war die Reise ein Musterbeispiel an Gemeinsinn. Und für Lieselotte Zeitler „eine Wohltat für Körper und Seele“. Auch Mathilde Wöll, die zum ersten Mal nach dem Tod ihres Mannes allein auf Reisen gegangen ist, „hat es wunderbar gefallen“. Und auf die Frage, ob sie bei einer zweiten Stifterreise wieder dabei wäre, sei – stellvertretend für die allermeisten – Margit Reif zitiert: „Sofort“.
(ho)

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