„Erstes gemeinsames Stadtteilfest im Herrenbach“
Bei strahlendem Sonnenschein fand am Samstag, den 26. September, das erste Stadtteilfest im Herrenbach auf dem Don Bosco Platz statt. Bei einem bunten Programm für Jung und Alt, vielen Infoständen und reichlich Verpflegung konnten die im Laufe des Tages rund 700 Besucher die Vielfalt unseres Stadtteils erleben.
„Das Stadtteilfest war ein Gemeinschaftsprojekt, an dem viele Partner aus dem Stadtteil Herrenbach teilnahmen und sich engagierten. Gemeinsam haben wir es geschafft, ein Fest auf die Beine zu stellen, bei dem man erleben konnte, wie viel der Herrenbach zu bieten hat. Das Programm war so bunt wie der Herrenbach und hatte für alle Generationen etwas zu bieten. Viele wünschen sich jetzt, dass es jedes Jahr ein Stadtteilfest Herrenbach gibt“, so Gregor Lang vom Stadtjugendring, einer der Hauptorganisatoren.
Eröffnet wurde das Fest mit einem bunten Willkommensgruß von Kindern, die mutig auf die Bühne kamen und die Besucher sowohl auf Deutsch als auch in ihren verschiedenen Muttersprachen begrüßten – immer wieder unterstützt von der Trommelgruppe der Herrenbach-Hauptschule. Danach folgte das Grußwort von Herrn Weinkamm, dem Augsburger Sozialreferenten und, wie im Herrenbach bei solchen Anlässen inzwischen üblich, die Grußworte der drei Geistlichen im Stadtteil: Pfarrer Küffer von St. Andreas, P. Putzer von den Salesianern Don Boscos und für die muslimische Gemeinde Imam Coscun. Als Hausherr auf dem Don Bosco Platz sprach P. Putzer in seiner Begrüßung: „Im Herrenbach sind nicht nur die drei großen Hochhäuser und nicht nur die Pfarrkirche Don Bosco markant, markant ist das Viertel aufgrund der Menschen, die hier leben, wohnen und arbeiten. Vielfalt an Nationen, Religionen und Weltanschauungen, Sprachen und vieles mehr. Ich wünsche uns allen, dass dieses Stadtteilfest für uns alle eine große Chance ist, einander ein wenig näher kennenzulernen und den Blick zu weiten für den anderen – für sein Leben und seine Lebensform. Ich wünsche uns, dass Gespräche entstehen und auf diese Weise der eigene Horizont ein wenig weiter wird.“
Die vielen Besucher, die im Lauf des Tages kamen, erlebten musikalische Darbietungen von Groß und Klein auf der Bühne, informierten sich an den 17 Infoständen näher über Institutionen und Vereine im Stadtteil oder nahmen an den Führungen auf den Glockenturm der Pfarrkirche Don Bosco teil. Die Turmführungen wurden unerwartet zu einem großen Erfolg und dürften Schwester Margarete, P. Kroworsch und P. Putzer einiges an Kondition abverlangt haben. Ursprünglich waren halbstündige Führungen geplant, aber angesichts der vielen interessierten Wartenden vor dem Glockenturm fanden die Führungen fast im Zehn-Minutentakt statt.
Beim Bühnenprogramm zeigte eine vietnamesische Tanzgruppe bunte Tänze, der Kinderchor St. Andreas sang „Lustige Lieder“, eine Taekwondo-Gruppe zeigte ihr Können, Kinder aus der Tagesstätte Herrenbach führten die Zauberflöte im Marionettentheater auf, der FC Osakdeniz präsentierte Folklore-Tänze, Roland Vogler und Partnerin unterhielten mit einem Sketch und Franziska Reich verzauberte die Besucher mit ihrem Saxophon-Spiel. Am Abend gab es dann noch Rockmusik von „OneRed“, einer jungen Nachwuchsband, und eine Artistik-Show des Feuerkünstlers „Lumos“.
Veranstalter des Fests war die Stadtteilkonferenz Herrenbach/Textilviertel/Spickel, in der fast alle aktiven Partner mitarbeiten. Die Konferenz ist eine regelmäßige Zusammenkunft von engagierten Bürgern aus Verbänden, sozialen Diensten, Kirchen, Vereinen, Schulen, Kindertagesstätten, aus Politik und Stadtverwaltung. Ziel ist es, den Informationsaustausch, Gespräche und Aktivitäten zu fördern, die sich auf den Gemeinsinn, das Zusammenleben im Stadtteil und die Stärkung der eigenen Kräfte auswirken. Schon seit längerem war es das Ziel, einmal miteinander ein Stadtteilfest in Herrenbach zu organisieren und gemeinsam zu gestalten. In diesem Jahr hat es geklappt – und vielleicht war es sogar der Beginn einer jährlichen Festtradition.
Der ganz besondere Dank der Organisatoren gilt den vielen Helfern und Unterstützern, ohne die das Fest nicht möglich gewesen wäre und auch der Pfarrei Don Bosco, die u.a. den Don Bosco Platz zur Verfügung gestellt hat.
(cw)
zurück zur Übersicht