„Geht auf die neuen Areopage …“
Provinzkapitel der Salesianer Don Boscos stellt sich den Herausforderungen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
Am Pfingstmontag, den 24. Mai 2010, wurde in Benediktbeuern das Provinzkapitel 2010 der Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos eröffnet. Das Kapitel stellt sich bis zum Freitag, 28. Mai, in mehreren Schritten den Herausforderungen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Salesianer Don Boscos in Deutschland.
In der eröffnenden Heilig-Geist-Vesper am Montagabend bat der Provinzial die Kapitulare, die Wirkungen des Heiligen Geistes ernst zu nehmen, die keinesfalls harmlos seien. Er wirble manches durcheinander und mache öffentlich, was verborgen wurde. So könne auch das, was von außen auf unsere Ordensgemeinschaft „einstürme“, durchaus vom Geist geleitet sein, um die nötige Passion und Leidenschaft für die aktuellen Herausforderungen wachzurütteln. Auch heute noch brauche es Menschen, die aus sich herausgehen, tatkräftige Menschen, die – wie Johannes Paul II einmal sagte – „auf die neuen Areopage“ gehen, um Zeugnis für das Evangelium abzulegen.
Provinzial P. Josef Grünner
Nach der Feststellung der Regularien und einem Begegnungsabend mit der Benediktbeurer Mitbrüdergemeinschaft stellte der Provinzial P. Josef Grünner am Dienstagvormittag den Kapitularen den ersten Teil seines Berichts vor, der den Stand der Provinz offenlegte. Die Deutsche Provinz befindet sich demnach mitten in einem sehr weitreichenden Prozess der Um- und Neugestaltung, der mit dem Provinzkapitel 2007 und dem damals beschlossenen Provinzentwicklungsplan bewusst und entschieden angegangen wurde. Heute, nach drei Jahren, gebe es viel Gutes in der Deutschen Provinz zu berichten, aber auch die vor allem personellen und finanziellen Grenzen anzuerkennen, die die Ordensgemeinschaft daran hindern, noch mehr an Gutem tun zu können. Das Provinzkapitel müsse sich den Herausforderungen von heute stellen und vor allem eine Antwort auf die Nöte und Erfordernisse junger Menschen heute geben. Die Ordensgemeinschaft müsse die Vergangenheit in all ihren Facetten anerkennen, im Heute leben und ihre Sendung gestalten und trotz der bestehenden Probleme hoffnungsstark in die Zukunft blicken.
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