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Girls und Boys-Day im Jugendhilfezentrum Don Bosco Sannerz ermöglicht einen Blick in den Ausbildungsalltag

Veröffentlicht am: 30. April 2009
Girls und Boys-Day im Jugendhilfezentrum Don Bosco Sannerz ermöglicht einen Blick in den Ausbildungsalltag

Anke Glock will am Girls-Day unbedingt in der Metallwerkstatt bei ihrem Vater mitarbeiten. Hans-Georg Glock ist hier einer von drei Ausbildern, die zur Zeit etwa 20 jungen Männern im Rahmen der Jugendhilfe oder über Maßnahmen der Agentur für Arbeit Kenntnisse und Fertigkeiten in mehreren Metallberufen vermitteln.
Anke hat mit Fabienne noch eine Freundin mitgebracht, hinzu kommen noch Katharina und Nico von der gleichen Schule. In der Holzwerkstatt nebenan sind mit Sven, Simon und Fabian dieses Jahr nur Jungs am Werk. Sie werden vom Ausbilder Michael Blum sowie einigen Holzbearbeitern aus dem ersten Ausbildungsjahr angewiesen. Auf die Frage, wie sie denn auf die eher exotische Idee des Jugendhilfezentrums gekommen sind, antwortet Sven Frömel: „Meine Mutter arbeitet hier in der Hauswirtschaft.“ Ja – und dann ist da noch Dennis von der Henry-Harnischfeger-Schule in Bad Soden Salmünster. Er hat sich für die Küche entschieden und wird von der Ausbilderin Karin Heil unter die Fittiche genommen.
Natürlich haben die Jugendlichen auch viele Fragen: Wie ist hier der Tagesablauf? Was machen die Jugendlichen in den Pausen? Was wird gemacht, wenn es Ärger oder Streit gibt? Wo und wie wohnen die Jugendlichen, die in einer der Wohngruppen des Jugendhilfezentrums leben? Dies beantworten ihnen die Sozialpädagoginnen Stefanie Günther und Regina Kriegsmann und verbinden es mit einem Rundgang durch Werkstätten, Förderwerkstatt, Schule, Verwaltung, Wohngruppe, Internetcafé und schließlich Kantine.
Jeder der Jugendlichen wird etwas produzieren: in der Schreinerei wurden Solitair-Spiele gebaut, in der Metallwerkstatt eine Dreiecksuhr. Diese Utensilien können sie als Andenken mit nach Hause nehmen. Derweil belegt Dennis in der Küche Pizza und wird dann einen Berg Waffeln backen, der am Ende des erlebnisreichen Arbeitstages in einer kurzen Reflexionsrunde von allen Teilnehmern verspeist wird.
Dennoch bleiben sicher auch Dennis einige Eindrücke in Erinnerung, denn außergewöhnlich war der Einsatzort dieses Tages sicher für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen.
Die Ausbilder sind sich einig: „Das ist eine gute Aktion der Schulen und wir sind gerne bereit, dabei mitzumachen.“
(rk)

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