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Großzügige Spenden für Straßenkinder in Afrika – Praktische Solidarität beim Don-Bosco-Fest im Kloster Benediktbeuern

Veröffentlicht am: 09. Februar 2009
Großzügige Spenden für Straßenkinder in Afrika – Praktische Solidarität beim Don-Bosco-Fest im Kloster Benediktbeuern

Beim Don-Bosco-Fest am 31. Januar 2009 sind im Kloster Benediktbeuern Spenden in Höhe von insgesamt 2.607,67 Euro zugunsten eines Straßenkinderprojekts der Salesianer Don Boscos in Freetown (Sierra Leone) gesammelt worden. Die Kollekte beim Gottesdienst in der Basilika St. Benedikt erbrachte 2.104,25 Euro. Im Anschluss an die Aufführung des Theaterstücks „Knastkinder“ durch das Rieder Kindertheater wurden noch einmal 503,42 Euro gespendet.
Im Namen des in Freetown tätigen deutschen Salesianerbruders Lothar Wagner bedankte sich Klosterdirektor Pater Claudius Amann bei allen Spendern. Zugleich sagte er, dass sich bei ihm ein Ehepaar gemeldet habe, das das Straßenkinderprojekt mit einer noch größeren Summe unterstützen möchte. „Weitere Spenden werden natürlich sehr gern gesehen, denn um unseren salesianischen Auftrag unter der bedürftigen Jugend zu erfüllen, sind wir auf die großzügige Mithilfe von Wohltätern angewiesen“, so Pater Amann.
Bruder Lothar Wagner, der im vergangenen Jahr an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Benediktbeuern sein theologisches Diplom erwarb, hatte einen Brief an die Besucher des Theaterstücks „Knastkinder“ geschrieben und darauf hingewiesen, dass die dort dargestellten Zustände in Sierra Leone durchaus Realität sind: „In Don Bosco Freetown haben wir es täglich mit Kindern zu tun, die in überfüllten Massenzellen unschuldig gefangen gehalten werden. Die Kinder, oftmals nicht älter als 8 Jahre, sind hungrig, hilflos der Gewalt der Älteren ausgesetzt und dabei von der Welt vergessen. Knastkinder sind meist Straßenkinder. Hier in Freetown patrouillieren Polizisten nachts auf den Plätzen und nehmen reihenweise Kinder, die unter den Marktständen Unterschlupf gefunden haben, unter einem fragwürdigen Vorwand fest. Verwandte und Bekannte der Kinder oder auch internationale Hilfsorganisationen kaufen die Kinder wieder frei: ein lukratives Geschäft für die unterbezahlten Polizisten. Wenn nicht bezahlt wird, müssen Kinder oftmals Wochen in den Gefängnissen verweilen.“
Don Bosco Freetown trete für die Würde der gefangenen Kinder ein, so Bruder Lothar. Sozialarbeiter der Einrichtung besuchen die Kinder, sprechen mit den Polizisten und weisen die Regierung unablässig auf die 1990 von ihr ratifizierte UN-Kinderrechtskonvention hin.
(pnw)

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