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HUNGERSNOT IN OSTAFRIKA: SALESIANER DON BOSCOS WEITEN HILFE AUS
Hungersnot in Ostafrika: Salesianer Don Boscos weiten Hilfe aus
Fast 12 Millionen Menschen sind am Horn von Afrika – vor allem in Somalia, Kenia, Äthiopien und Dschibuti – von Hunger, Krankheit und Tod bedroht. Über eine Million Menschen haben auf der Suche nach Nahrung und Wasser ihre Heimatgebiete verlassen, täglich kommen neue hinzu. Sie laufen hunderte von Kilometern um in den jetzt schon überfüllten Flüchtlingslagern Hilfe zu bekommen.
Die Salesianer Don Boscos sind seit vielen Jahren in der Region tätig und haben zunächst in Kenia und nun auch in der Somali-Region im Osten Äthiopiens Nothilfemaßnahmen gestartet.
Nothilfe Äthiopien
Täglich kommen über 1000 neue Flüchtlinge an. Über 600 Kilometer sind sie gelaufen, um sich für die Flüchtlingslager in der Somali-Region im Osten Äthiopiens zu registrieren. „Die vier Camps, die sich in der Somali-Region in Äthiopien befinden, sind hoffnungslos überfüllt“, berichtet Salesianerbruder Cesare Bullo, der die Hilfsmaßnahmen der Salesianer koordiniert, aus Addis Abeba, „die hygienischen Verhältnisse in den Lagern sind katastrophal.“
Die Menschen, die ihr Ziel, die Flüchtlingslager erreichen, müssen sich zunächst registrieren. „Das nimmt drei bis vier Tage in Anspruch, ein langer Zeitraum den nicht alle Menschen, die hier am Ende ihrer Kräfte ankommen, überleben“, erklärt Br. Bullo. Die Salesianer Don Boscos planen nun die ankommenden Flüchtlinge, die auf ihre Registrierung warten, mit Nahrungsmitteln zu versorgen.
Gleichzeitig soll auch die Bevölkerung vor Ort unterstützt werden, denn Wasser und Nahrung sind knapp. Die Preise für Lebensmittel sind wegen ausbleibender Ernten gestiegen. Viele Kinder in den Dörfern sind unterernährt, immer mehr Brunnen trocknen aus. „Jeden Tag sterben Menschen und Tiere. Nicht einmal Kamele, die an die Trockenheit bestens angepasst sind und lange Zeit ohne Wasser auskommen können, überleben“, erklärt Br. Bullo., „wir wollen mit der Verteilung von Wasser und Lebensmitteln, sowie der Instandsetzung und dem Bau neuer Brunnen, den Menschen helfen, in ihren Dörfern die Krise zu überstehen.“
Gemeinsam mit lokalen NGOs haben die Salesianer Don Boscos einen Tanklaster gemietet und begonnen, täglich 5000 Menschen mit Trinkwasser zu versorgen. Don Bosco Bonn hat vorab 25.000 € bereit gestellt und weitere Hilfe versprochen. Hierfür sind Br. Bullo, seine Mitbrüder und Mitarbeiter dringend auf Spenden angewiesen.
Helfen Sie mit Ihrer Spende!
Spendenkonto: 22 37 80 15
BLZ: 370 601 93 - Pax Bank
Stichwort: Nothilfe Ostafrika
Nothilfe Kenia
Seit über 30 Jahren sind die Salesianer Don Boscos auch in Kenia tätig. Von der Katastrophe besonders betroffen sind ihre drei Projektstandorte Korr, Nzaikoni und das Flüchtlingslager Kakuma.
Im Flüchtlingslager Kakuma, einem der größten Flüchtlingslager weltweit spitzt sich die Lage besonders dramatisch zu, da tagtäglich mehrere hundert Flüchtlinge aus Somalia im Lager ankommen. Zunehmend kommt es zu Konflikten mit der lokalen Bevölkerung – Es wird gestritten um Wasser und Lebensmittel. Pater Tharaniyil, der für die Nothilfemaßnahmen vor Ort zuständig ist, betont: „Die Situation droht außer Kontrolle zu geraten. Schon jetzt sterben viele Menschen, und es werden täglich mehr. Die Stimmung ist äußerst angespannt und verzweifelt. Was die Hungernden am dringendsten benötigen sind Grundnahrungsmittel wie Mais, Bohnen, Zucker und Salz sowie Wasser und Medikamente“.
Im Flüchtlingscamp Kakuma sind die Hilfsmaßnamen schon angelaufen. „Wir bedanken uns bei allen Menschen, die unsere Arbeit unterstützen. Nur so können wir vor Ort Hilfe leisten“, betont P. Taraniyil und fügt hinzu. „Erst im November erwarten wir Regen. Das bedeutet, dass die Menschen noch lange auf Hilfe angewiesen sein werden.
(Don Bosco Mission)
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