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Ich muss noch sehr viel lernen

Veröffentlicht am: 28. August 2011
Ich muss noch sehr viel lernen

Don Bosco Schwester Beatrix Baier FMA (43) arbeitet seit 2008 in der Mongolei. Derzeit ist sie zum ersten Mal seither auf Heimaturlaub in Österreich.
Die gebürtige Wienerin und diplomierte Krankenschwester trat 1987 in den Orden der Don Bosco Schwestern ein. Außerdem absolvierte Schwester Beatrix die Ausbildung zur Lebens- und Sozialberaterin.
Auf dem Österreichischen Sender Ö1 erzählte Schwester Beatrix in der Sendung "Erfüllte Zeit" mehr über ihr Leben:
- Welche Arbeit hast du in der Mongolei?
Nachdem ich in der Berufsschule (Technischen Schule) der Salesianer und in einer Volksschule Englisch unterrichtet hatte, bin ich seit Jänner 2011 die Verantwortliche des Katechetischen Büros unserer Apostolischen Präfektur. Das Büro hat zwei Schwerpunkte: Erstens mongolische Christen zu schulen, die sich in den vier Pfarren des Landes in der Katechese engagieren und zweitens Materialien wie Bücher, Filme etc. in mongolischer Sprache zu erstellen.

- Was bereitet dir große Freude?
Dass es vor Kindern und Jugendlichen nur so „wurlt“ - 60% der Bevölkerung sind unter 30 Jahren. Die frohe, positive Lebenseinstellung der Mongolen. Das Miteinander und der Zusammenhalt innerhalb der Don Bosco Familie - wir haben bereits sechs Salesianische Mitarbeiter. Die Internationalität unter uns Missionaren. Zu erleben, wie eine junge Kirche aufblüht.

- Warst du gut auf deine Arbeit als Missionarin vorbereitet?
Im Rahmen des Möglichen, Ja. In der Praxis ist es dann natürlich immer etwas anders als in der Theorie. Aber ich bin sehr dankbar für das Vorbereitungsjahr in Rom, das uns auf vielfältige Art und Weise in das Leben und das Selbstverständnis einer Missionarin eingeführt hat.

- Was musst du deiner Meinung nach noch lernen?
Sehr viel. Abgesehen von den technischen Dingen wie Katechetik, Buchhaltung etc. das ich für meine Aufgaben brauche und in denen ich mich weiterbilde, heißt es jeden Tag wieder aufs Neue anzufangen und Geduld zu haben: mit mir und den anderen, mit dem Herzen zuhören zu lernen, mit offenem Herzen auf die anderen zugehen, mich voll einsetzen, aber dann zu wissen und zu vertrauen, dass alles in Gottes Händen liegt, von der positiven Lebensweise der Mongolen zu lernen

- Kennen die Menschen in der Mongolei Österreich, was denken sie über uns und unser Land?
Die meisten Mongolen kennen Österreich nicht - oft wird es mit Australien verwechselt, da sich die Wörter ähneln. Generell sind aber alle Ausländer, vor allem aus Europa, Amerika, Korea und Japan für die Mongolen sehr reiche Leute.

- Was geht dir am meisten an der Heimat ab?
Worauf ich mich schon sehr gefreut habe, als ich nun auf Heimaturlaub gekommen bin, waren die Kirchen und die christliche Kultur. Ich liebe es, Zeit in vor allem älteren Kirchen zu verbringen und genieße die Stille und die Kunstwerke, die da zur Ehre Gottes erschaffen wurden.
Und dann - auf unser gutes österreichisches Essen hab ich mich auch schon wieder gefreut - vor allem die Süßspeisen, die Zwetschkenknödel!

Don Bosco in der Mongolei
Die Don Bosco Schwestern sind seit Anfang 2007 in der Mongolei präsent. Die internationale katholische Schwesterngemeinschaft, derzeit zwei Koreanerinnen und eine Philippinin, hat seit 31. März 2008 ein eigenes Haus in Ulan Bator. Sie unterrichten Englisch im „Don Bosco Technical Skills Center“ und in einer öffentlichen Schule. Außerdem arbeiten die Schwestern in der Pfarre mit und organisieren hier Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche.
Die Salesianer Don Boscos begannen ihre Arbeit in der mongolischen Hauptstadt im Jahr 2001 mit der Errichtung einer Berufsschule und einem Zentrum für Straßenkinder. Seither ist das Werk Don Boscos stetig gewachsen: In Darkhan, der zweitgrößten Stadt der Mongolei, gilt die besondere Aufmerksamkeit der Salesianer den Straßenkindern. Außerdem haben sie eine Pfarre und ein weiteres Bildungs- und Freizeithaus gegründet.
(rö)

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