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„KULTURELLE VIELFALT ALS BEREICHERUNG UND NICHT ALS PROBLEM WAHRNEHMEN“
„Kulturelle Vielfalt als Bereicherung und nicht als Problem wahrnehmen“
Bonn, 6.2.2012 - Auf Einladung von Don Bosco Mondo (ehemals Don Bosco Jugend Dritte Welt) kamen vom 24. Januar bis 29. Januar insgesamt 31 Jugendliche aus 11 Nationen zusammen, um sich über Migration und Mobilität auszutauschen. Gefördert wurde die Begegnung von der Stiftung internationale Begegnung der Sparkasse in Bonn und der Stadt Bonn.Die Jugendkonferenz stand unter dem Motto Toleranz, Respekt, Akzeptanz. Auch die Teilnehmer der einwöchigen Jugendkonferenz sind in ihrer Heimat auf unterschiedliche Weise mit diesen Themen konfrontiert. Einige von ihnen haben selbst eine Migrationsgeschichte, andere kommen aus Ländern, in denen vielen Jugendliche Migration als Schlüssel zu einer besseren Zukunft sehen. Aus ganz unterschiedlichen Perspektiven überlegten sie gemeinsam, was Ursachen und Folgen von Migration und stetig wachsender Mobilität sind, welche Auswirkungen dies auf die Gesellschaft hat und wie es gelingen kann, Jugendliche in neue Kulturen und Länder zu integrieren und Vorurteilen und Diskriminierung entgegenzuwirken. Eingeladen wurden unter anderem ehemalige Freiwillige, Streetworker und Politikstudenten. Viele setzen sich in ihrer Heimat für junge Menschen ein und arbeiten ehrenamtlich in Jugendprojekten.
Zu Beginn der Konferenzwoche setzten sich die Jugendlichen mit eigenen Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierungen auseinander und konnten diese im Rahmen dynamischer Workshops reflektieren. So wurde das Bewusstsein der Jugendlichen für ihren globalen Einfluss und ihre Verantwortung gegenüber sich selbst und anderen gezielt vertieft. Durch das intensive Erlebnis wuchsen die Teilnehmer schnell zu einer dynamischen Gruppe zusammen. Mit einem musikalischen Flashmob machten sie Passanten in der Bonner Innenstadt auf sich aufmerksam. Durch freundliches Zureden schafften es Don-Bosco-Jugendiche wie Hana Svedova aus Tschechien und Maurits Meijlink aus den Niederlanden, zögerliche Passanten zu einem schriftlichen Statement zur Migration auf den mitten auf dem Münsterplatz ausgelegten Plakaten zu bewegen und eine gesellschaftspolitische Diskussion zwischen ihnen anzuregen.
Als krönenden Abschluss präsentierten sie die Ergebnisse der Konferenzwoche in einem Theaterworkshop im Rahmen des Don Bosco Forums. Im Mittelpunkt stand das Statement „Kulturelle Vielfalt ist Bereicherung und kein Problem“. Die Jugendlichen stellten typische Situationen von Migranten vor. Die Zuschauer wurden aufgefordert, die Situation zu verändern und selber eine Bühnenrolle zu übernehmen.
Abgerundet wurde das Programm mit einer Diskussion der Jugendlichen mit Rupert Neudeck, Gründer von Cap Anamur, über dessen Erfahrungen in der internationalen Flüchtlingsarbeit. Sie besuchten das Bonner Haus der Vielfalt, das ihnen einen Eindruck von der Betreuung illegaler Menschen in Europa verschaffte. Außerdem erzählte der sudanesische Salesianerbruder Charles Taban von seiner persönlichen Flucht aus dem Sudan über Uganda nach Kenia und seiner Arbeit mit sudanesischen Jugendlichen, die nach langer Flucht zurück in ihr Land strömen.
(dbm)
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