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"LaPa" und sein cooles Shalom

Veröffentlicht am: 25. August 2009
"LaPa" und sein cooles Shalom

Wenn einmal im Jahr Pater Elmar Koch SDB die Arbeit als Jugendpfarrer von Stuttgart für zwei Wochen liegen lässt und aus seiner Niederlassung der Salesianer Don Boscos in Stuttgart-Obertürkheim auszieht, hat das nur einen Grund: er ist für die Kids und die Betreuer des Ferienlagers Seemoos da.
Das Shalom ist ein kleines Holzhaus, das im riesigen BDKJ-Ferienzeltlager in Seemoos (Friedrichshafen) steht. Es ist Anlaufstelle von fast 500 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen sechs und 14 Jahren. Mit bunten Scheinwerfern und Tüchern meditativ gestaltet und mit vielen kleinen Spielideen, leisen Musikinstrumenten und speziell ausgesuchten Büchern ausgestattet, lädt das Shalom Kinder und Jugendliche ein, etwas mehr Ruhe und ein wenig Besinnung im hektischen Lageralltag zu finden. Im Shalom ist auch der LaPa, der Lager-Pfarrer, zu finden. Oft geht er in die Zeltlager, um bei Freizeitangeboten dabei zu sein oder um Kinder, Jugendliche und Betreuer nach ihrem Wohlbefinden zu befragen. Oft ist er aber auch im Shalom, um für Kinder und Jugendliche da zu sein, die das Gespräch und die besondere Aufmerksamkeit suchen. Zu den festen Aufgaben des Lagerpfarrers gehört es, jeden Morgen die Anlaufstelle für alle frühaufstehenden Kinder zu sein, Lagergottesdienste für die einzelnen Teillager und eine Eucharistiefeier am Sonntag anzubieten. Jeden Morgen kurz vor dem Frühstück und jeden Abend vor dem Zähneputzen gestaltet Pater Elmar kurze Gottesdienste im Shalom, die so genannten „Heiligen Zeiten“.
Die heilige Zeit am Morgen wird meist von Kindern besucht. Hier werden die üblichen Schlager des neuen geistlichen Liedguts zur Gitarre gesungen. Ganz oben auf der Hitliste steht das Gotteslob „Laudato si“. Das darf in keiner heiligen Zeit fehlen. Nach kurzem Gebet und Segen für das ganze Lager und den heutigen Tag läutet es meist schon zum Frühstück. In der heiligen Zeit am Abend sind eher Jugendliche zu finden. Diese Zeit ist so gestaltet, dass die Erlebnisse des Tages ihren Raum finden. Nach einigen Bildern oder Sinnsprüchen, die per Videobeamer auf eine kleine Leinwand im Shalom projiziert werden, und ruhiger Musik, die zum Nachdenken anregt, spricht Pater Elmar ein kurzes Abendgebet und den Segen für die Nacht.
Wenn es kein verpflichtendes Programm in den Teillagern gibt, dürfen die Kinder und Jugendlichen das Shalom besuchen. Es ist in diesen Zeiten auch immer geöffnet und ist bei den Kindern und Jugendlichen sehr beliebt. Was lockt die Kinder und Jugendliche bei so vielen Angeboten am Bodensee ins Shalom? Die verschiedenen kleinen Spiele machen die Kinder und Jugendlichen neugierig, Buntstifte und Papier lassen Raum für persönlichen Ausdruck und die „chillige“ Einrichtung bietet Möglichkeit zur Entspannung. Auch der Laptop, an dem sie selber ihre Musik spielen können, ist ein Anziehungspunkt. Spätestens, seit der Bildschirmschoner die Worte „Shalom ist cool“ preisgibt, ist klar, dass die Kids doch noch eine Funktion über das Musikprogramm hinaus am Laptop gefunden haben, die auch noch freigegeben ist.
Nicht zuletzt ist es das personale Angebot, dass die Kinder und Jugendlichen den Weg ins Shalom finden lässt. Vielleicht ist es neben der Gestaltung des Shalom das wichtigste, dass Pater Elmar längst nicht nur für Gottesdienste da ist, sondern vor allem nach den Erlebnissen des Tages fragt und ein offenes Ohr hat für den Kummer der Kids – oder auch für alle Liebesgeschichten und neuesten Gerüchte des Lagers.
(P. Ernst Kusterer SDB)

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