AKTUELLES
MEDIZIN DER HILDEGARD VON BINGEN UND DAS BENEDIKTBEURER REZEPTAR AM 14. MAI IM ZUK
Medizin der Hildegard von Bingen und das Benediktbeurer Rezeptar am 14. Mai im ZUK
Benediktbeuern, 02. Mai 2011 – Lebendige Einblicke in Klosterheilwissen bietet das Nachmittags-Seminar „Medizin der Hildegard von Bingen und das Beneditkbeurer Rezeptar“, gehalten von dem bekannten Würzburger Klostermedizin-Forscher Dr. Johannes Gottfried Mayer am Samstag, 14. Mai, im Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK). Hier werden auch praktische Anwendungen im Vergleich gezeigt.
In den letzten Jahrzehnten fanden alternative Therapien eine breite Akzeptanz und gingen teilweise auch in die Schulmedizin ein. Dabei spielten die Homöopathie, die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und auch Ayurveda aus Indien eine große Rolle. Fast in Vergessenheit geriet hierbei, dass auch Europa eine eigene hochstehende Tradition der Kräuterheilkunde besitzt, die jedoch durch die Entwicklung der modernen Schulmedizin im 19. Jahrhundert weitgehend verdrängt wurde.
Allerdings erlebt die Heilkunde der Äbtissin Hildegard von Bingen seit dem 20. Jahrhundert eine Renaissance, aus der sich mit der „Hildegard-Medizin“ sogar eine eigene Therapierichtung bildete. Wie sah jedoch die Medizin im Mittelalter wirklich aus? Welche Arzneimittel wurden damals bevorzugt und welche Bedeutung kann diese Medizin für uns heute noch haben? Diese Fragen werden in dem Workshop behandelt, und durch die Herstellung von historischen Rezepturen aus dem Benediktbeurer Rezeptar und von Hildegard vertieft. Dabei lernen die Teilnehmer die konkrete Praxis der Klostermedizin nicht nur theoretisch sondern auch durch Handeln und Schmecken kennen.
Das 3-stündige Klostermedizin-Seminar beginnt um 15 Uhr im Tagungsraum 4 des Maierhofes (Zugang über das Westtor im Maierhof, neben dem Meditationsgarten). Die Seminargebühr beträgt 12 Euro. Anmeldung ist erwünscht unter Tel. 08857 / 88-777 oder über das Internet unter www.zuk-bb.de
(Martin Blösl)