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Mit Spaß und Sinn – Workshop Erlebnispädagogik

Veröffentlicht am: 28. Mai 2008
Mit Spaß und Sinn – Workshop Erlebnispädagogik

Was passiert alles in einer Gruppe, die sich auf einem Stuhlkreis in alphabetischer Reihenfolge aufstellen soll, ohne den Boden zu berühren? Was kann man alles erleben, beobachten und lernen, wenn 20 Personen auf einem an 20 Seilen gehaltenen Ring in dessen Mitte ein Ball liegt, wohlbehalten durch den Raum und eine Treppe hoch zu einem bestimmten Ziel auf dem Hof bringen sollen?
Das sind einige der erlebnispädagogischen Übungen, die bei einem Workshoptag am 7. Mai 2008 in der Villa Lampe in Heiligenstadt im Mittelpunkt standen. Neben den Mitarbeiter/innen und Praktikanten im Villa Lampe Netzwerk nahmen auch Mitarbeiter des Kolping-Bildungswerks Thüringen und der Caritasregion Südthüringen daran teil. Die Landesarbeitsgemeinschaft der katholischen Jugendsozialarbeit (LAG KJS) hatte zu dieser Weiterbildung mit Franz Wasensteiner, Fortbildungsreferent des Jugendpastoralinstituts der Salesianer in Benediktbeuern, einen kompetenten Referenten engagiert. Er verstand es, die 44 Teilnehmer/innen nicht nur mit Spaß in Bewegung zu bringen, sondern sie auch konkret erfahren zu lassen, was hinter solchen Übungen und Spielen steckt und wie man sie in Gruppen methodisch einsetzen und auswerten kann.

Die Erlebnispädagogik, in deren Grundlagen und Vielfältigkeit dieser Tag nur einen kleinen Einblick geben konnte, bietet auch für die Jugendsozialarbeit hervorragende alternative und aktive Lernräume zwischen Spaß und Herausforderung. Mit Hilfe verschiedener Übungen können Stärken und Entwicklungspotentiale von Gruppen und Einzelnen konkret wahrgenommen und thematisiert werden. Themen sind z. B. Vertrauen und Selbstvertrauen entwickeln, Teamarbeit stärken, soziales Geschehen wahrnehmen, sich selbst authentisch einbringen und Entscheidungen treffen, gemeinsam Ziele ansteuern und Konflikte konstruktiv und fair handhaben. Auch zur lebendigen Erfahrung und Reflexion von Gemeinschaft und Partnerschaft, Leben, Glauben und Religion, die ja ganzheitlich miteinander verwoben sind, sind erlebnispädagogische Übungen geeignet. So werden wohl nicht nur die Übung des „Vertrauensfalls“, bei der einzelne die unter die Haut gehende Erfahrung des sicheren Aufgefangenwerdens durch die Gruppe machen konnten, sondern auch manch andere Übungen und Erfahrungen des Tages den Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben und zum weiteren Erarbeiten und Anwenden erlebnispädagogischer Elemente in ihrem Wirkungsbereich anregen.

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