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„Pastoral plus“ – ein Projekt und seine ersten Ergebnisse

Veröffentlicht am: 16. Oktober 2011
„Pastoral plus“ – ein Projekt und seine ersten Ergebnisse

München, Oktober 2011 - Was verbinden Sie mit dem Begriff Pastoral? Woran erkennen Sie, dass Sie in einer Einrichtung der Salesianer Don Boscos arbeiten? Was ist typisch „salesianisch“? Welche Werte sind Ihnen persönlich wichtig? Was wünschen Sie sich für Ihre weitere Arbeit im Salesianum? – Fragen, mit denen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Salesianums in den vergangenen Monaten auseinandersetzten. Im Rahmen des Projekts „Pastoral plus“, das vor gut einem Jahr im Münchener Jugendwohnheim ins Leben gerufen wurde, nahmen sie an einer Mitarbeiter/innen-Befragung teil, die vom Jugendpastoralinstitut der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern (JPI) und der Katholischen Stiftungsfachhochschule München (KSFH) begleitet wurde.

Anfang Oktober stellten Studentinnen und Studenten der Hochschule nun gemeinsam mit der Diplom-Soziologin und Lehrbeauftragten der KSFH, Petra Tratberger-Zenker, dem Direktor des Salesianums P. Stefan Stöhr und Projektleiter Benjamin Henn die Ergebnisse der Befragung vor. Über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen des Hauses hatten sich an der Studie beteiligt und den zehnseitigen Fragebogen ausgefüllt. „Ein Rücklauf von fast 80 Prozent ist eine wirklich tolle Quote“, freute sich Petra Tratberger-Zenker, die sich im Namen der Hochschule und des JPI für die gute und vor allem konstruktive Mitarbeit aller Mitarbeiter/innen bedankte.

Neben dem Verständnis von Pastoral und den Fähigkeiten pastoraler Arbeit wurden im Rahmen des Fragebogens auch Themen wie Leitbild und typische Merkmale einer Einrichtung im Geiste Don Boscos, das Thema Wertevermittlung und die Wahrnehmung der Religiösität von Jugendlichen behandelt. „Die Umfrage zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, denn den Mitarbeiter/innen ist die ganzheitliche Begleitung sowohl der Jugendlichen als auch der Mitarbeiter selbst ein zentrales Anliegen. Sie benennen ebenfalls, was dafür nötig ist, nämlich tragfähige Beziehungen zwischen allen Beteiligten sowie Strukturen, die das vorhandene Potential für die pastorale Arbeit auch umsetzbar machen“, fasst Benjamin Henn die Ergebnisse zusammen.

Fotostudie mit Jugendlichen geplant

Erste Ergebnisse sind nun da – und trotzdem startet das Projekt erst jetzt richtig durch. „Wir werden die Ergebnisse jetzt noch einmal in den einzelnen Mitarbeiterkreisen reflektieren, um weitere Projektschritte zu planen. Außerdem wird es eine gesonderte Fotostudie mit den Jugendlichen des Hauses geben“, kündigt Benjamin Henn an.

Langfristiges Ziel des Projekts sei es, eine lebensnahe und praxistaugliche Pastoralkultur für die Jugendlichen wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses zu entwickeln, die in allen Bereichen des Hauses erkennbar ist. In dieser Pastoralkultur werden die christliche Frohbotschaft als sinnstiftend und die damit verbundenen Werte als Orientierung und Lebensperspektive angeboten. Dabei sollen nicht nur die jungen Menschen, sondern auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pastorale Unterstützung erfahren. Sie nehmen gleichzeitig eine wichtige Rolle bei der Vermittlung des Anliegens Don Boscos gegenüber den jungen Menschen ein.

„Wir möchten jedem Einzelnen im Salesianum die Gelegenheit bieten, Unterstützung und Begleitung zu erfahren, wo er sie braucht", erklärt Benjamin Henn. In insgesamt eineinhalb Jahren soll das Projekt eine Grundlage schaffen, pastoraltheologische und sozialpädagogische Bereiche zu verbinden und somit ein lebendiger Teil der Unternehmenskultur zu werden. Zudem dient „Pastoral Plus" der Erstellung eines Pastoralkonzepts für das Salesianum und ist „Pilotprojekt“ für andere salesianische Einrichtungen in Deutschland.

(Katharina Hennecke)

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