Prämierte Bachelorarbeit: Ethische Kompetenz bewerten
München, 12. April 2011 - Die Ehrung langjähriger Mitglieder und Unterstützer sowie die Auszeichnung der besten Bachelor- und erstmals auch Masterarbeiten standen im Mittelpunkt einer akademischen Feierstunde des Fördervereins Katholische Stiftungsfachhochschule e.V. am 12. April. Der Förderverein feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass unterstützt er mit 5.000 Euro ein Projekt der Katholischen Stiftungsfachhochschule München (KSFH) zum Thema Berufseinmündung in der Sozialen Arbeit und Pflege.
Ist ethische Kompetenz messbar? Der Beantwortung dieser Frage widmeten sich die Studentinnen Katharina Kondziela und Katharina Diem in ihrer Bachelorarbeit „Ethische Kompetenz bewerten. Eine Assessmententwicklung.“ im Studiengang Pflegepädagogik an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München. Gerade bei der Ausbildung von Pflegekräften im Gesundheits- und Krankenpflegebereich sei ethische Kompetenz ein wichtiger Bestandteil. „Den Autorinnen dieser Arbeit ist es gelungen, ein konkret nutzbares Assessmentinstrument für die Praxis der Ausbildung zu entwickeln“, erklärt Dr. Gertrud Hanslmeier-Prockl, 1. Vorsitzende des Fördervereins Katholische Stiftungsfachhochschule München e.V. „Daher erhalten sie für ihre Arbeit den ersten Preis.“
Der zweite Preis ging an Linda Summer-Schlecht für ihre Bachelorarbeit „Erziehungs- und Bildungspartnerschaft an Grundschulen aus Perspektive der Eltern“ im Studiengang Bildung und Erziehung im Kindesalter. Die Gutachterinnen bestätigen, dass die Arbeit einen wichtigen Beitrag in der Diskussion zu mehr Chancengleichheit im Bildungsbereich leiste.
Für ihre Arbeit „Wenn das Geschwisterkind stirbt“ im Studiengang Pflegepädagogik erhielt Anne Waldstein den dritten Preis. Die Begleitung eines schwerkranken Patienten und seiner Angehörigen sei eine Hauptaufgabe der Pflege und müsse bereits in der Grundausbildung berücksichtig werden.
Würdigungen gingen an: Daniel Meier, Soziale Arbeit: Inked – 0,33 mm unter die Haut der Gesellschaft – Empirische Analyse gesellschaftlicher Diskriminierungs- und Exklusionsprozesse in der Moderne – untersucht am Phänomen der Tätowierung. Sebastian Reisinger, Soziale Arbeit: Fallanalysen anhand von substituierten Klienten. Traumpädagogische Ansätze in der Suchthilfe.
Regina Zierhut, Soziale Arbeit: Das Persönliche Budget – Chance zu mehr selbstbestimmtem Leben? Darstellung am Beispiel geistig behinderter Kinder.
Zum ersten Mal prämierte der Förderverein in diesem Jahr auch eine Masterarbeit. Die Arbeit mit dem Titel „Leistungssteuerung in der Eingliederungshilfe für Menschen mit seelischer Behinderung. Grundzüge eines strategischen Managements“ von Matthias Laub aus dem Masterstudiengang Soziale Arbeit wurde mit dem 3. Preis ausgezeichnet.
Seit 1989/1990 prämiert der Förderverein die besten Abschlussarbeiten der Studentinnen und Studenten - bisher insgesamt 196 Arbeiten: 135 Geldpreise wurden verliehen, 61 Würdigungen ausgesprochen. Es gelten folgende Kriterien: Die vorgeschlagenen Arbeiten zeichnen sich durch Originalität und Aktualität des Themas aus und haben eine besondere Bedeutung für die sozialpolitische Diskussion. Die Bachelor- und Masterarbeiten müssen von den GutachterInnen mit der Note 1,0 bewertet worden sein. Es werden jeweils drei Geldpreise verliehen und drei Würdigungen ausgesprochen.
Auszeichnungen und Ehrungen, Fachtage und Ringvorlesungen – seit 25 Jahren unterstützt der Förderverein Studierende beim Einstieg in das Berufsleben. Anlässlich des Jubiläumsjahres stellt er nun 5.000 Euro für das Projekt „Berufseinmündung in der Sozialen Arbeit und Pflege – Gemeinsame Verantwortung von Hochschulen und Anstellungsträger“ zur Verfügung. Das Projekt wird unter der Leitung von Birgitta Greilinger, Praxis-Center München, und der wissenschaftlichen Begleitung von Prof. Dr. Peter Lenninger durchgeführt. „Wir wollen aktuelle Fragestellungen aufgreifen, die uns in den Ausbildungspartnerschaften mit der Praxis beschäftigen“, erklärt Birgitta Greilinger. Im November ist zum Praxisprojekt ein Fachtag geplant, bei dem die gewonnen Ergebnisse vorgestellt werden sollen.
Kurzbeschreibungen aller prämierten Arbeiten sind in der Broschüre „Ausgezeichnet“ des Fördervereins veröffentlicht. Zudem hat Horst Weichselgartner, Gründungs- und Vorstandsmitglied, wichtige Daten der 25-jährigen Vereinsgeschichte zusammengestellt.
http://www.ksfh.de/wir-ueber-uns/foerdervereine/foerderverein-katholische-stiftungsfachhochschule-muenchen-ev
(Lisa Zeidler)
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Die PreisträgerInnen (v.l.): Regina Zierhut, Matthias Laub, Sandra Krug, Katharina Diem, Katharina Kondziela, Linda Summer-Schlecht, Daniel Meier, Sebastian Reisinger.