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Schüler und Lehrer des Jugendhilfezentrums in Sannerz besuchen die Synagoge in Fulda

Veröffentlicht am: 19. März 2008
Schüler und Lehrer des Jugendhilfezentrums in Sannerz besuchen die Synagoge in Fulda

Die Schüler und Lehrer der Johann-August-Waldner-Schule im Jugendhilfezentrum Don Bosco in Sannerz behandeln zur Zeit im Religionsunterricht das Thema "Weltreligionen“. Als Abschluss der Einheit zum Judentum besuchten sie deshalb die Synagoge in Fulda.
Ein Mitarbeiter der jüdischen Gemeinde, Herr Melamert, erwartete die Gruppe um 10 Uhr und führte sie zunächst in einen Versammlungsraum, der auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird. Dort gab er eine kurze Einführung in das Judentum. Sie erfuhren eine Menge über die jüdischen Gesetze und die Geschichte des Volkes Israel. Anschließend besuchten die Schüler ein angeschlossenes kleines Museum und eine sehr umfangreiche Bibliothek.
Viele Dinge, die im Museum zu entdecken waren, konnten die Jugendlichen zuordnen, da sie sich ja schon theoretisch mit dem Judentum auseinandergesetzt hatten. Beispielsweise den Seder- oder Pessachteller, die Mesusa oder die Tefillin.
Zum Schluss durften sie - nachdem sich die Jugendlichen den Kopf mit einer Kippa bedeckt hatten - die eigentliche Synagoge betreten. Nachdem Herr Melamert die wichtigsten Gegenstände, die sich in einer Synagoge befinden, beschrieben und erklärt hatte, betete er das für die Juden wichtigste Gebet. Zuerst auf hebräisch und dann auf deutsch. "Schma Israel...." "Höre Israel..." (Deut. 6, 4-9)
Schüler und Lehrer waren sehr angetan von der Offenheit und Geduld von Herrn Melamerts, der alle Fragen beantwortete.
Um in erster Linie das Gemeinsame und nicht das Trennende der großen Weltreligionen weiter erfahrbar zu machen, sind in naher Zukunft der Besuch einer Kirche, sowie einer Moschee geplant.
(Andrea Dill)

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