Schule ade – aber was dann?
Sannerz, Juni 2011 - Unter dieser Fragestellung trafen sich kürzlich Haupt- und Förderschullehrerinnen und -lehrer im Jugendhilfezentrum Don Bosco in Sinntal-Sannerz. Denn nicht alle Jugendlichen sind in der Schule erfolgreich und so mancher Ausbildungswunsch bleibt unerfüllt. Für diese spezielle Gruppe sollen diese Lehrkräfte in Verbindung mit der Berufsberatung die Koordination übernehmen. Doch welche Möglichkeiten gibt es da? Das Jugendhilfezentrum Don Bosco-Sannerz mit seiner Schule für Schüler mit einer gebrochenen Lernbiographie und ihren speziellen Ausbildungsplätzen in den Bereichen Metall, Holz, Küche, Hauswirtschaft und Farbe bietet dazu maßgeschneiderte Antworten. Doch diese Antworten mussten sich die Lehrerinnen und Lehrer im wahrsten Sinne des Wortes erst einmal erarbeiten. Am Vormittag ging es in Kleingruppen in die verschiedenen Werkstätten, um mit den Schülern und Auszubildenden gemeinsam ein Werkstück zu erstellen. Dabei ergaben sich zwangsläufig die Gespräche zwischen den Lehrern und den Jugendlichen über ihre Lern- und Wohnsituation, denn viele der Jungen wohnen in den Wohngruppen des Jugendhilfezentrums. Klar, dass nicht alle Fragen beantwortet werden konnten. Dies versuchten dann am Nachmittag die Bereichsleiter aus den Bereichen Schule, Ausbildung und Wohnen. Ergänzt wurden die Workshops durch die Ausführungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit. Insgesamt eine erfolgreiche Fortbildungsveranstaltung, die bereits einige Lehrerinnen und Lehrer nutzten, um sich im JHZ für ein Lehrerpraktikum zu bewerben.
(pm)