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Situation der Salesianer Don Boscos in Japan

Veröffentlicht am: 16. März 2011
Kirchengebäude in Japan

Tokio, 14.März 2011 - Das starke Erdbeben und der nachfolgende Tsunami, die Japan am 11.März heimsuchten, sind die verheerendsten Ereignisse, die das Land seit dem 2. Weltkrieg zu verzeichnen hat.
Die Salesianer Don Boscos in Japan sind von diesem Schrecken nahezu unversehrt verschont geblieben und warten nun auf Anweisungen, um der betroffenen Bevölkerung Hilfe zu leisten.
Das Erdbeben vom Freitag dem 11. März, der daraus resultierende Tsunami und zuletzt die Angst vor der möglichen Kernschmelze in dem Atomkraftwerk, versetzt die japanische Bevölkerung in einen Zustand der Angst. Den Schätzungen zufolge sind in den am schlimmsten betroffenen Gebieten mehr als 10.000 Tote zu beklagen. Trotz alledem scheint es, dass sich die Dienstleistungen wieder reaktivieren und die Bevölkerung versucht, zur Normalität zurückzukehren.
Eine Nachricht aus dem Provinzzentrum in Tokio bestätigt, dass die salesianischen Werke und Einrichtungen keine erheblichen Schäden zu verzeichnen haben, da es nördlich von Tokio keine Niederlassungen gibt. Ob es zu Schäden in der Sommerresidenz der Salesianer in Nojiri kam, ist bis jetzt noch nicht bekannt. Angesichts der Macht des Erdbebens, welches um Tokio immerhin die Stärke 5 erreichte, ist die Situation der Salesianer Don Boscos noch eher glimpflich ausgegangen.
Die Schulen der Salesianer sind wieder geöffnet, jedoch ist die Wiederaufnahme der Kinder aus Sicherheitsgründen schwierig (Strom und Wasser werden rationiert). Auch die Transportmöglichkeiten sind noch immer provisorisch, was daran liegt, dass viele Züge und U-Bahnen noch nicht betriebsbereit sind.
Auch die Gemeinschaft der Don Bosco Schwestern hat keine Opfer zu beklagen. „Die Situation unserer Schüler und Familien ist nicht besorgniserregend, jedoch denken wir natürlich an alle Kinder und alten Menschen die in den Notlagern untergekommen sind. In Turnhallen oder Sälen sind sie alle zusammen: Männer, Frauen, alte und junge Menschen, bedürftig in allen Bereichen“, berichtet die Provinzsekretärin der Don Bosco Schwestern in Japan, Sr. Marisa Gambato.
Auch allen Schwestern der „Carità di Gesù“ geht es gut. Von den 46 Häusern in Japan ist das in Shirakawa, in der Provinz Fukushima –Diözese Sendai- dem Epizentrum des Erdbebens am nächsten. Alle Schwestern sind in Sicherheit doch einige Grundschüler werden noch immer vermisst.
In den Werken der „Carità di Gesù“ Schwestern sind die Schäden in der Hauptstadt gering. Aus Sicherheitsgründen wurden jedoch Kinder und Kleinkinder des Waisenhauses im Kindergarten untergebracht.
Was die Solidaritätsaktionen der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und der Schwestern „della Carità di Gesù“ betrifft, so warten sie darauf, sich mit der japanischen Bischofskonferenz und der japanischen Caritas zu koordinieren. Derzeit wird von den Behörden jedoch nur verlangt, Ruhe zu bewahren und mögliche Risiken zu vermeiden.
Am 15. März, kommt der Provinzial P. Aldo Cipriani SDB, welcher sich für die „Visità d`Insieme für Ostasien“ in Thailand aufhielt, wieder nach Japan zurück.

(nach ANS, 14.03.2011)

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