AKTUELLES
TAGUNG DER ARBEITSGEMEINSCHAFT DER ORDENSMÄNNER IN DER DIÖZESE REGENSBURG
Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Ordensmänner in der Diözese Regensburg
Ensdorf, 12. März 2011 - Die Arbeitsgemeinschaft der Ordensmänner in der Diözese Regensburg (AGOM) tagt zweimal jährlich in wechselnden Klöstern und Niederlassungen von Männerorden. Am 11. und 12. März war das Kloster Ensdorf Gastgeber. Neben einem Informationsteil stand im Konferenzteil ein Vortrag von P. Eberhard von Gemmingen SJ, langjähriger Leiter der deutschsprachigen Redaktion von Radio Vatikan, auf der Tagesordnung. Er informierte die aus der ganzen Diözese versammelten Ordensmänner über Papst Johannes Paul II., der am 2. Mai selig gesprochen wird.
P. von Gemmingen würdigt insbesondere die politische Leistung von Papst Johannes Paul II., der maßgeblich zur Überwindung der kommunistischen Herrschaft in Osteuropa beigetragen hat. Hier hat er sich historische Verdienste erworben.
Johannes Paul II. hatte die Gabe, die Menschen unmittelbar, allein durch sein Auftreten zu begeistern. „Ein Papst zum Sehen“, beschreibt Pater von Gemmingen das besondere Charisma von Johannes Paul II., während er seinen Nachfolger Papst Benedikt XVI. vielmehr als einen „Papst zum Hören“, als einen, der vor allem durch seine Reden und seine Formulierungsgabe beeindruckt, erlebt.
Zugleich überzeugte Papst Johannes Paul II durch seine tiefe und ungekünstelte Spiritualität. In den letzten Amtsjahren, die durch seine sich stetig verschlimmernde Erkrankung geprägt war, lenkte er den Blick auf die besondere Würde der alten und kranken Menschen, die in unserer leistungs- und jugendorientierten Gesellschaft oft genug aus dem Blick geraten.
Aus seiner weltkirchlichen Sichtweise konnte P. von Gemmingen sehr anschaulich darstellen, wie manche Entscheidung und manchen Vorgang in Rom, der in Deutschland zu Irritationen führt, in anderen Teilen der Weltkirche ganz anders und oft viel gelassener beurteilt wird.
(Jürgen Zach)