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„Treffpunkt Grün – Salat- und Gemüsemanufaktur Ensdorf“ – wurde eingeweiht.

Veröffentlicht am: 13. August 2010

Am 22. Juli wurde im Beisein zahlreicher Vertreter aus Kirche, Politik und Wirtschaft der „Treffpunkt Grün – Salat- und Gemüsemanufaktur Ensdorf“– auf dem Gelände der ehemaligen Klostergärtnerei mit einer ökumenischen Feier eingeweiht. Die musikalische Umrahmung übernahm die „Ensdorfer Klosterband“ mit Georg Bayerl, Cyrus Saleki und Jürgen Zach.
„Treffpunkt Grün“ startete im Frühjahr 2010 mit kräftiger Unterstützung des Klosters Ensdorf. Das Projekt dient der Integration von jungen Arbeitslosen und sozial benachteiligten Männern und Frauen in Arbeit und Ausbildung. Es wird vom Arbeitsmarktfond Bayern in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigung und Integration des Landkreises Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg sowie der Agentur für Arbeit Amberg vom Werkhof Amberg- Sulzbach, einer Einrichtung der evangelischen Diakonie, umgesetzt, erklärte Reinhard Lautenschlager, Geschäftsführer des Werkhof Amberg-Sulzbach.
Berufliche Erfahrung sammeln
Das Kloster stellt das Gärtnereigelände zur Verfügung, nimmt vom Betrieb auch große Teile der Erzeugnisse ab und integriert sich in ein noch größeres Konzept, das ebenfalls von der Zukunftsagentur Plus erarbeitet und bereits in Teilen umgesetzt ist.
Den kirchlichen Segen erteilten Direktor Pater Georg Matt und der evangelische Dekan Karlhermann Schötz. Letzterer sprach von drei Gewinnern des Projektes: Zum einen den jungen Menschen, dann der Schöpfung und schließlich der Ökumene. „Durch das Projekt werden junge Menschen aufgefangen von den Händen der Schöpfung, deren Teil sie sind“, betonte Pater Matt.
Landrat Richard Reisinger erinnerte daran, dass der Kreistag einstimmig beschlossen hat, sich finanziell an dem Projekt zu beteiligen. „Das Geld ist gut angelegt“, betonte er. „Die jungen Menschen sehen, dass Gesellschaft, Staat und Kirche sie nicht fallen lassen.“ Er wünscht dem neuen Zentrum in Ensdorf viel Erfolg.
„Ein fantastisches Projekt“
„Wenn man seinen Willen nicht mit Gewalt durchsetzen will, sondern mit Zusammenarbeit, Vorbild und Solidarität, dann sind wir beim ‚Treffpunkt Grün‘ in der ehemaligen Klostergärtnerei“, lobte der Ensdorfer Bürgermeister Markus Dollacker. Gleichzeitig werde eine aufgegebene Gärtnerei wieder mit Leben erfüllt, frische Lebensmittel verkauft und damit ein verlorenes Bindeglied in der örtlichen Lebensmittelversorgung wieder hergestellt. „Das ist eine brillante Leistung“, so Dollacker. Zu dem Namen „Salat- und Gemüsemanufaktur“, den man sich schnell schützen lassen sollte, gratulierte Joachim Osmann, Direktor der Arbeitsagentur Schwandorf. „Der katholische Klostergarten wird durch evangelische Hilfe begrünt.“ Sonja Schleicher von der ARGE Amberg erinnerte daran, dass Klosterverwalter Jürgen Zach vom „Ensdorfer Kloster im grünen Bereich“ die Idee zur Wiederbelebung hatte, die der Werkhof in einem „fantastischen Projekt“ umgesetzt hat.
(Jürgen Zach)

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