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Veröffentlicht am: 01. April 2009
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Mit einer Ehrenurkunde ist das Projekt „Beckwheel“ des Nürnberger Don Bosco Jugendwerks in München ausgezeichnet worden. Die Einrichtung hatte an einem Wettbewerb des Landes-Caritasverband Bayern und der katholischen Liga Bank teilgenommen. Ziel des Wettbewerbs war es, besonders kreative Projekte zur Unterstützung benachteiligter Kinder und Jugendlicher auszuzeichnen und bayernweit bekannt zu machen. Die Kampagne stand unter dem Motto „Achten statt ächten.“
Landes-Caritasdirektor Prälat Karl-Heinz Zerrle sagte bei der Preisverleihung in München, mit dem Motto werbe die Caritas für eine veränderte Wahrnehmung und Haltung gegenüber benachteiligten Jugendlichen. Wenn man die jungen Menschen achte und sie durch die Bereitstellung von Chancen und vor allem durch das entgegengebrachte Vertrauen dazu befähige, könnten und würden sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen.
In seiner Laudatio sagte Prälat Zerrle, das Nürnberger Projekt erfülle die Kriterien, die die Caritas an eine nachhaltige Jugendsozialarbeit stelle. Es sei kreativ, schließe eine Lücke im Sozialbereich und sei geeignet, benachteiligte junge Menschen nachhaltig zu fördern.
Sozial benachteiligte Jugendliche aus dem Nürnberger Westen und Hauptschüler können bei „Beckwheel“, einer eigens eingerichteten Fahrradwerkstatt, ein einwöchiges Praktikum machen. Die Werkstatt möchte ihnen auf spielerische Art persönliche, soziale und arbeitsrelevante Kompetenzen vermitteln. So sollen sie praxisnah auf das kommende Berufsleben vorbereitet werden. Arbeit soll als etwas Positives und Lohnendes erlebt werden. Die Jugendlichen können kostengünstig ihr eigenes Fahrrad reparieren und über ein Bonussystem, an dem sie über die Reparatur fremder Fahrräder beteiligt sind, ein eigenes Fahrrad erhalten. Neben der handwerklichen Arbeit wird großer Wert auf das Erlernen von Arbeitstugenden wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Teamfähigkeit, Durchhaltevermögen, Akzeptanz von Autoritäten und von sozialen Tugenden gelegt. Der bisherige Erfolg, so Zerrle, gebe den Initiatoren des Nürnberger Projekts Recht und ermutige zum Weitermachen. Das Projekt steht und fällt mit dem Engagement der „Die Beck Kinderfondsstiftung“, die das Projekt inzwischen im dritten Jahr mit 30.000 Euro jährlich unterstützt – Ein gelungenes Kooperationsprojekt zwischen einem sozialen Träger und einem Wirtschaftsunternehmen zum Wohl benachteiligter Kinder und Jugendlicher!
Der Direktor der Münchner Liga Bank, Thomas Schwind, betonte, die Liga Bank als katholische Bank engagiere sich gerne im sozialen Bereich und wolle dazu beitragen, jungen Menschen eine bessere Zukunft zu schaffen. Er wünschte sich, dass das Nürnberger Projekt „als Vorbild für ganz Bayern“ Nachahmer finde."
Bild: In München ausgezeichnet: Landes-Caritasdirektor Prälat Karl-Heinz Zerrle (links) und der Direktor der katholischen Liga Bank, Thomas Schwind (rechts) überreichten an Sven Ebersbach vom Don Bosco Jugendwerk Nürnberg eine Ehrenurkunde für das Projekt „Beckwheel“.
(mb)

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