„Unterwegs mit jungen Menschen“ - Don Bosco Fest in München
München, 6. 2. 2012 - Über 33 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Besonders Jugendliche machen sich auf den Weg, wenn sie in ihrer Heimat keine Perspektiven sehen. Unter dem Leitsatz „Unterwegs mit jungen Menschen“ feierten die Salesianer Don Boscos mit einem Festwochenende am 3. und 5. Februar in München das Don Bosco Fest und gingen dabei der Frage nach, wie man Jugendliche in neue Kulturen und Länder integrieren, sie begleiten und ihnen den Weg in eine positive Zukunft ebnen kann.
Den Auftakt bildete am Freitagabend eine Vesper in der Pfarrkirche St. Wolfgang, der P. Schliermann SDB, Provinzökonom der Salesianer Don Boscos, vorstand. In einem anschließenden Podiumsgespräch zum Thema „Mobilität junger Menschen – eine weltweite Herausforderung“ berichtete zunächst Br. Charles Taban, Salesianer aus dem Südsudan, von seinem persönlichen Schicksal auf der Flucht nach Kenia. Er erzählte von der unbürokratischen Hilfe der Salesianer im Südsudan, die so viele Jugendliche wie möglich ausbilden. Wie dankbar die jungen Menschen dort für die Hilfe und Unterstützung der Salesianer sind, zeigte er anhand zweier Briefe.
Durch den Abend im Pfarrsaal St. Wolfgang, zu dem rund 100 Gäste gekommen waren, führte P. Alfons Friedrich SDB, der im Anschluss an den Vortrag Tabans Dr. Nelson Penedo, Geschäftsführer der Don Bosco Mission, P. Stefan Stöhr SDB, Direktor des Salesianums München und Ulrich Böger, Regierungsvizepräsident von Oberbayern, auf die Bühne bat. Böger betonte den Bedarf an Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge. Seit einiger Zeit gibt es zwei solcher dringend benötigten Wohnprojekte im Münchner Salesianum. 24 Jugendliche aus unterschiedlichen Ländern leben derzeit in den Projekten LIFE und HOPE und werden dort 24 Stunden von Sozialpädagogen und Erziehern betreut, erhalten Hilfe bei Behördengängen und eine schulische Ausbildung. Das Schlusswort hatte Dr. Penedo, der vom großen Interesse junger Menschen berichtete, die in einer der zahlreichen Projekte der Salesianer im Ausland ein Volontariat machen möchten. Penedo berichtete von der Arbeit der Don Bosco Mission in Bonn, die sich in Deutschland für weltweite Bildungs- und Entwicklungsprojekte einsetzt und die Förderung ganzheitlicher Entwicklung für Kinder und Jugendliche in den Vordergrund rückt. Momentan betreut er exakt 1.186 Projekte.
Am Sonntag. luden die Salesianer Don Boscos zu einem Festgottesdienst in der Pfarrei St. Wolfgang ein. Weihbischof Wolfgang Bischof, Bischofsvikar für die Seelsorgeregion Süd des Erzbistums München und Freising, zelebrierte den Festgottesdienst. In seiner Predigt bezog sich der Weihbischof auf den berühmten Satz Johannes Boscos „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen“, der als zentrale Botschaft Don Boscos stehe. Am Ende rief der Weihbischof dazu auf, auch in schwierigen Zeiten frohen Mutes zu sein, gleichzeitig Gutes zu tun, sich füreinander einzusetzen und sich dabei – ebenso wie Don Bosco – nicht verbiegen zu lassen. Den Höhepunkt bildete, nach einem gemeinsamen Mittagessen, ein Auftritt von Kindern und Jugendlichen der Singschule St. Wolfgang unter Leitung von Stefan Ludwig. Aufgeführt wurde das Musical „Strubbeltatz“. Die Theatergruppe des Salesianums, unter Regie von Salesianerbruder Joe Lingauer und Gabriele Mack, setzte das Stück „Matheis brichts Eis“ von Georg Queri in Szene.
Bild: v.l.: Podiumsgespräch: Dr. Nelson Penedo, Geschäftsführer Don Bosco Mission, Bonn; Br. Charles Taban SDB, Salesianer aus dem Südsudan; P. Alfons Friedrich SDB, Pfarradministrator St. Wolfgang
(pm)
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