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VILSBIBURGER JUGENDWALLFAHRT AN CHRISTI HIMMELFAHRT: BAYERISCHER ABEND LOCKTE 700 BESUCHER IN DIE BERGKIRCHE
Vilsbiburger Jugendwallfahrt an Christi Himmelfahrt: Bayerischer Abend lockte 700 Besucher in die Bergkirche
Am Christi Himmelfahrts-Tag pilgerten wie jedes Jahr zahlreiche Jugendliche aus dem Landkreis Vilsbiburg zur Wallfahrtskirche Maria Hilf. Auf dem Programm stand wie jedes Jahr der Jugendgottesdienst – dieses Mal unter dem Motto „Eigentlich scho, aber…“. Passend dazu rundete ein bayerischer Abend die Jugendwallfahrt ab.
Die Vilsbiburger Bergkirche, in der der Gottesdienst stattfand, war mit den etwa 700 Besuchern komplett überfüllt, was der fröhlichen Atmosphäre keinen Abbruch tat: viele Jugendlichen setzten sich kurzentschlossen auf die Treppen oder standen in den Gängen.
Das „aber“ im Motto des Gottesdiensts schuf hohe Integrationsmöglichkeiten für die erschienenen Jugendlichen. Wie treffe ich klare Entscheidungen? Und wie kann ich meine Meinung bestimmt vertreten? Das sind Fragen, die das Leben der Heranwachsenden in Hülle und Fülle mit sich bringt. Ähnlich begründet auch Pater Georg Matt das diesjährige Gottesdienstthema: „Eigentlich wollen wir so vieles. Doch Bequemlichkeit, Angst vor Enttäuschungen und Gegenwind halten uns zurück.“
Von den Alltagsproblemen der Jugendlichen inspiriert, wurde der Gottesdienst mit den Gedanken „Hätte ich mir nur einmal mehr Zeit genommen“ und „Ich hätte mir ihre Nummer geben lassen sollen“ eröffnet. Den musikalischen Hintergrund zu diesem Einstieg lieferte die Gruppe „Musica oekumenia“ aus Frontenhausen mit dem Lied „Ich will zu mir stehen“. Das Ziel des Gedankenspiels – nämlich dass die Jugendlichen mithilfe ihres Glaubens lernen, Farbe zu bekennen und zu sich zu stehen – wurde symbolisiert, indem die Wallfahrer das „aber“ an einer aufgehängten Tafel demonstrativ durchstrichen.
Als Anfang des neuen Selbstbewusstseins sollten die Gottesdienstbesucher ihre eigenen Anliegen in Form von Fürbitten spontan vortragen. Von dieser Aufforderung wurde nach anfänglicher Scheu reger Gebrauch gemacht. Als symbolträchtigen Abschluss bemalten die Wallfahrer eine Leinwand mit Farbe und Pinsel – ab nun sollen sie Farbe bekennen.
Der Wallfahrtstag klang schließlich mit einem bayerischen Abend aus. Für die stilechte Untermalung sorgte die Gruppe „d’Oachner“. Trotz eines kurzzeitigen Wettersturzes mit heftigen Gewittern ließ sich dar hartnäckige Kern der Gäste nicht lang in ihrer Feierlaune stören – man zog kurzerhand ins Zelt um. Die Wallfahrer, die sich vom Gewitter nicht vertreiben ließen, wurden schließlich mit dem beliebten Lagerfeuer zu späterer Stunde belohnt.
(Vilsbiburger Zeitung / km)