Aktuelles
Sie befinden sich hier: HOME    AKTUELLES    „WEIL GOTT UNS IN DEN JUNGEN MENSCHEN BEGEGNEN MÖCHTE!“

„Weil Gott uns in den jungen Menschen begegnen möchte!“

Veröffentlicht am: 13. Oktober 2009
„Weil Gott uns in den jungen Menschen begegnen möchte!“

„Warum tun wir uns das nur immer wieder an?“, so fragte ein Teilnehmer der jugendpastoralen Fortbildung zum Thema „Assistenz – ein Schlüsselwort der Pädagogik Don Boscos“, die vom 5. bis zum 7. Oktober 2009 in Benediktbeuern im Aktionszentrum (AZ) stattfand, die 14 Kollegen und Kolleginnen aus verschiedensten Einrichtungen der Salesianer in Deutschland und Österreich. Und er meinte damit die alltäglichen, schwierigen Situationen in der Begegnung mit und in der Erziehung oder in der Ausbildung von jungen Menschen. „Weil Gott uns in diesen jungen Menschen begegnen möchte“, war die Antwort, „weil wir die jungen Menschen, denen wir in unserer Arbeit begegnen – trotz allem – mögen, weil wir an den guten Kern in jedem glauben.“

Nachdem P. Reinhard Gesing, Leiter des Instituts für Salesianische Spiritualität in Benediktbeuern, in seinem Einführungsreferat auf den geschichtlichen Hintergrund der Pädagogik Don Boscos eingegangen war und Don Boscos „Brief aus Rom“ vom 10. Mai 1884 als Charta seiner Pädagogik vorgestellt hatte, machte Br. Jean-Paul Muller, Leiter der Missionsprokur der Salesianer in Bonn, deutlich, dass es dabei nicht nur um ein pädagogisches Konzept oder eine Methode geht. Für Br. Muller ist die Assistenz, das Da- und das Dabeisein unter den jungen Menschen, eine spirituelle Grundhaltung, die die Achtung vor der Menschenwürde eines jeden Kindes und Jugendlichen einschließt.

Nachdem die Fortbildungsteilnehmer Zeit hatten, sich den Text des Rombriefes, den Don Bosco 1884 an seine Mitbrüder geschrieben hatte, anzueignen, gab es intensive Auseinandersetzungen und Reflexionen an Hand der Frage „Wie kann ich die Anliegen Don Boscos in meinem Alltag im Jugendzentrum, in der Heimerziehung, im Berufsbildungswerk oder in der Bildungsarbeit umsetzen?“ Eine Erkenntnis blieb: „Das wichtigste Instrument dabei bin ich selbst, es kommt auf meine Haltung, mein Da-Sein, meine Art und Weise, Assistent zu sein, an.“

Die Fortbildung endete mit der Ankündigung, den 20. November dieses Jahres, den 20. Jahrestag der Verkündigung der UN-Kinderrechtscharta, nutzen zu wollen, um sich anwaltlich für die jungen Menschen – und gerade um die ärmeren und benachteiligten unter ihnen – einzusetzen.

(Text: wv/Bild: P. Norbert Wolff SDB)

zurück zur Übersicht