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Wertevermittlung wider den Zeitgeist - Unterrichtsveranstaltung mit Manfred Lütz

Veröffentlicht am: 23. April 2011
Schüler/innen bei der Diskussion mit Manfred Lütz

Neunkirchen, 13. April 2011 - In der Aula des Antoniuskollegs fand eine außergewöhnliche Unterrichtsveranstaltung statt: Manfred Lütz, der bekannte Psychotherapeut, Theologe, Buchautor und Kabarettist, war der Einladung der Schulleitung nachgekommen, um vor Schülern/-innen der 12. und 13. Jahrgangsstufen seine Gedanken zum Thema „Die Werte – die Wahrheit – das Glück“ vorzutragen und anschließend darüber zu diskutieren.
Zunächst nahm er Wertevorstellungen und Lebenshaltungen des modernen Menschen aufs Korn: zum Beispiel sein Glaube an die Machbarkeit und Käuflichkeit des Glücks, seine Jagd nach ewiger Jugend und Gesundheit, seine Orientierungslosigkeit und Ängste sowie die Verdrängung und Tabuisierung des Todes. Gestützt auf wissenschaftliche Studien sowie Lebens- bzw. Berufserfahrung stellte der bekennende Katholik und Chefarzt eines Kölner Krankenhauses den genannten Haltungen seine differenzierten Ideen von den Rahmenbedingungen gelingenden Lebens, Religion und Gott gegenüber.
Diese auf den ersten Blick ‚schwere Kost’ präsentierte Lütz auf seine bekannte Art, d. h. in einer verständlichen, pointiert zugespitzten Sprache, mal humorvoll, witzig und provokativ karikierend, mal ernst und nachdenklich. Das jugendliche Publikum reagierte entsprechend mit konzentrierter Stille und ausgelassener Heiterkeit.
Für die anschließende Diskussion, an der etwa 30 Schüler/-innen teilnahmen, hatte Lütz viel Zeit mitgebracht: Anderthalb Stunden stellte er sich geduldig und ‚auf Augenhöhe’ den engagierten und bohrenden Nachfragen, die vor allem um die Themen Wissenschaft und Glaube sowie Gottesbeweis und Atheismus kreisten. Manche Schüler/-innen hätten wohl gerne noch länger mit ihrem interessanten Gesprächspartner diskutiert.
Auch Lütz selbst bekannte am Ende der Veranstaltung, dass er die Gespräche mit den kritischen, jungen Zuhörern des Antoniuskollegs faszinierend und anregend gefunden habe.
(W. Gude/N. Heinbuch)

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