Würzburger Stiftertreffen zeigt, was Stifter bewegen können
Knapp 60 Stifter, Stifterinnen und Freunde des Stiftungszentrums nahmen am diesjährigen Stiftertreffen vom 19. bis zum 21. Juni teil – darunter auch Stifter aus dem mehrere hundert Kilometer entfernten Benediktbeuern. Außerdem waren neben dem fast vollständigen Provinzialrat viele Projektleiter aus der ganzen Ordensprovinz ins Caritas Don Bosco Berufsbildungswerk Würzburg-Gadheim gekommen, wo das Treffen zum ersten Mal stattfand.
Erste Beratungstermine am Freitagabend
Schon am Freitagabend trafen sich viele Stifter gemeinsam mit Pater Herbert Bihlmayer SDB, Kristina von Heynitz und Philipp Hof vom Stiftungszentrum in den Weinstuben des Ausbildungshotels Gadheim, wo sie von Andreas Halbig, dem Direktor des Ausbildungshotels begrüßt wurden. Hier hielt die Rechtsanwältin Kristina von Heynitz einen Vortrag zum Thema „Testamentsgestaltung“. Einige Interessierte nahmen daraufhin die Gelegenheit zu Beratungsgesprächen wahr. Dazu standen Kristina von Heynitz und Philipp Hof, die das ganze Treffen begleiteten, zur Verfügung.
Froher Auftakt
Die übrigen Stifter unterhielten sich angeregt und wurden durch eine Zaubervorstellung von Bruder Oswald Moritz SDB auf den Samstag, den Haupttag des Stiftertreffens, eingestimmt. Der Samstag begann mit einem Grußwort von Martin Pfriem, dem Geschäftsführer des Caritasverbandes für die Diözese Würzburg, denn das Ausbildungshotel ist ein Kooperationsprojekt der Salesianer Don Boscos mit dem Caritasverband. Es folgte ein dicht gedrängtes Programm aus Kurzreferaten, Vorträgen und einem Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Provinzial Pater Josef Grünner SDB ging in seinem Vortrag auf die gegenwärtigen Nöte junger Menschen ein und erläuterte, wie die Pädagogik Don Boscos Antworten darauf findet.
Stifter und Einrichtungsleiter berichten
Im Anschluss berichteten Stifter und Einrichtungsleiter von ihrer Arbeit. Dabei wurde die Vielfalt salesianischer Projekte in In- wie auch im Ausland deutlich. Den Anfang machte die Stifterin Angela Jacobi, die von ihren Stiftungsprojekten in dem von einer Militärdiktatur beherrschten Burma erzählte. Danach folgten Vorträge über die Probleme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in München, die Arbeit der Salesianer mit traumatisierten Kindern im Kongo, in Ruanda und Uganda sowie das immer häufigere Problem von Computersucht bei Jugendlichen hierzulande. Der Stifter Alfons Thol berichtete, wie er nach anfänglichen Schwierigkeiten das richtige Projekt in Lemberg in der Ukraine, fand. Für alle, die nicht bei der Stifterreise nach Südtirol dabei waren, gab es einen Rückblick vom Stifterehepaar Rickermann und der Stifterin Lieselotte Zeitler. Nach Stadtführung und Abendessen klang der Abend mit angeregten Diskussionen über die großen Themen des Lebens in den Weinstuben des Ausbildungshotels aus.
Großes Gemeinschaftserlebnis
Nach einer gemeinsamen Messe mit Fürbitten für die verstorbenen Stifter in der stimmungsvollen Markuskapelle traten die Teilnehmer am Sonntagvormittag die Heimreise an. Für Pater Bihlmayer, Vorstand des Don Bosco Stiftungszentrums, ist klar: „Das Stiftertreffen war wieder ein großes Gemeinschaftserlebnis. Es wurden sehr viele Kontakte zwischen Mitbrüdern und Stiftern geknüpft. Und was für mich das Wichtigste ist: Bei diesem Treffen wurde einmal mehr deutlich, wie viel Gutes unsere Stifter bereits für junge Menschen bewirkt haben. Und dass sie sich in der Stifterfamilie auch noch sehr wohl fühlen, freut mich umso mehr."
(op)
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