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ZUK-Mitglieder tanken Energie – Bericht aus der Jahresversammlung des Trägerverbunds

Veröffentlicht am: 04. Mai 2009
ZUK-Mitglieder tanken Energie – Bericht aus der Jahresversammlung des Trägerverbunds

Benediktbeuern – Der Trägerverbund des Zentrums für Umwelt und Kultur (ZUK) traf sich zur 30. Mitgliederversammlung diesmal im Energiepavillon, nicht wie sonst üblich im Maierhof.
In seiner Begrüßung erwähnte der Vorsitzende Pater Herbert Bihlmayer SDB, dass Mitgliedsinstitutionen durch neue Persönlichkeiten repräsentiert werden, insbesondere der Bezirk Oberbayern durch Bezirkstagspräsidenten Josef Mederer und der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen durch Landrat Josef Niedermaier. Erfreut teilte P. Bihlmayer mit, dass Landtagsabgeordneter Martin Bachhuber als beratendes Mitglied in alter Verbundenheit mit dem ZUK und Bezirksrat Dominik Stoiber als Vertreter des Bezirkstagspräsidenten die Einladung angenommen haben.
Landrat Niedermaier erwähnte seinerseits, dass ihm das ZUK schon aus seiner Zeit als Bürgermeister von Bad Tölz gut bekannt ist und bezeichnete es als „Leuchtturm im Landkreis“. Er würdigte auch das Bemühen des ZUK um den Erhalt der Kulturlandschaft und die Wiederherstellung der Hochmoore unter anderem durch die Mitarbeit in der „Tölzer Moorachse“. Bezirksrat Stoiber erwähnte, dass ihm der Bezirk das Kloster und das ZUK zur Betreuung anvertraut habe, worauf er sich besonders freue, habe er doch schon viel von seiner Mutter über das ZUK gehört. Frau Karin Stoiber hat so manches Projekt gefördert und an Einweihungsveranstaltungen teilgenommen.
In seinem Jahresbericht wies P. Bihlmayer auf die besondere und einzigartige Situation des ZUK hin: 35 Hektar eigenes Land und 200 Hektar gepachtetes „Klosterland“ – Flächen von wachsender ökologischer Bedeutung, ein Naturlehrgebiet, welches den Schutz der Natur, extensive Bewirtschaftung, naturschonenden Tourismus und Bildungsarbeit zusammenbringt – der barocke Maierhof, die Einbindung des ZUK in den Gesamtkomplex des Klosters mit seiner Philosophisch-Theologischen Hochschule und der Fachhochschule für soziale Arbeit, beide mit Schwerpunkten in der Umweltethik / Umweltpastoral, beziehungsweise Umwelt- und Kulturpädagogik, dem Aktionszentrum und den Jugendherbergen.
Als unangemessen bezeichnete P. Bihlmayer die finanzielle Ausstattung des Zentrums für Umwelt und Kultur: Das ZUK wird zwar ideell und durch praktische Hilfen von der Gemeinde und teilweise auch finanziell von Landkreis und Bezirk unterstützt, ist jedoch keine Einrichtung einer dieser Institutionen und auch keine vom Bayerischen Jugendring anerkannte „Jugendbildungsstätte“. Dies hat zur Konsequenz, dass es für die Bildungsarbeit, die Kultur- und die Naturschutztätigkeit keine Basisfinanzierung wie in vergleichbaren anderen Einrichtungen gibt.
Wenn nun bis zu ein Drittel der Teilnehmer von Programmen für Schulklassen wegbrechen, weil Länderministerien einwöchige Umweltbildungen nicht mehr finanzieren, bedeutet dies eine jährliche Einbuße von bis zu 65.000 Euro, die das ZUK aus eigener Kraft nicht ausgleichen kann. Mit besonderem Dank nahm P. Bihlmayer vor diesem Hintergrund das Angebot von Landrat Niedermaier, Landtagsabgeordnetem Bachhuber, Bezirksrat Stoiber, Prälat Karl-Heinz Zerrle (Landescharitasverband) und Dr. Lutz Spandau (Allianz-Umweltstiftung) an, mit zu überlegen, wie die finanziell prekäre Situation des ZUK zu lösen wäre.
Der Rektor des ZUK, Pater Karl Geißinger, berichtete über neue Projekte, darunter das Projekt „tagwerk“. Dieses richtet sich an Jugendliche aus der Region, die über einen Gerichtsentscheid zu Sozialstunden verpflichtet werden. Das ZUK kann im Einsatz und in der Betreuung von jugendlichen Sozialdienstleistenden bereits seit Jahren positive Erfahrungen aufweisen und führt entsprechende Projekte durch. Dr. Lutz Spandau von der Allianz Umweltstiftung unterstrich die Bedeutung dieses Projekts – es gehöre nach seiner Meinung mit zu den zentralen Aufgaben des Zentrums für Umwelt und Kultur.
Bild: Gebündelte Energie hinter dem Sonnenkollektor – die Mitglieder des ZUK- Trägerverbundes (von links): Prof. Dr. Wolfgang Schröder, Winfried Voggeser, Dr. Lutz Spandau, Martin Bachhuber MdL, Dominik Stoiber, Dr. Christof Bosch, Josef Niedermaier, P. Herbert Bihlmayer SDB, P. Claudius Amann SDB, Sr. Hanna Remke OP, Franz Pany, Provinzoberin Sr. Petra Egeling FMA, Georg Rauchenberger, Prälat Karl-Heinz Zerrle, P. Ottmar Schoch SDB und Matthias Jocher.
(ws)

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