Beethovens Fünfte trifft auf urbane Straßenkultur

Veröffentlicht am: 07. Februar 2020

Beethoven Moves! ist eine Entdeckungsreise der fünften Sinfonie Beethovens und auch eine Entdeckungsreise von Jugendlichen zu sich selbst. Rita Baus, Ideengeberin und Projektleiterin, stellte das Kunstprojekt, an dem kolumbianische und deutsche Jugendliche beteiligt sind, den rund 400 Gästen des Don Bosco Forums am 24. Januar in der Universitär Bonn ausführlich vor.

„Mit dem Projekt geben wir jungen Menschen ihre Sprache wieder“, so Baus. Beethoven Moves! sei ein Beitrag dazu, dass das Leben junger Menschen gelinge. Gemeinsam mit dem Beethoven Orchester Bonn und Don Bosco Mission Bonn wird das Kunstprojekt im Beethoven-Jahr 2020 realisiert. Höhepunkt des Projektes sind zwei Aufführungen des Beethoven Orchesters Bonn mit deutschen und kolumbianischen Jugendlichen am 22. und 23. August 2020 im Telekom Forum Bonn.

Neue Perspektiven

Eine tänzerische Kostprobe gaben die beiden kolumbianischen Gäste Andrés Felipe González Patarroyo und Estefania Argaez Henao. Die beiden ausgebildeten Tänzer performten zu Beethovens Fünfter. „Beethoven Moves! hat das Leben vieler Jugendlicher in der Ciudad Don Bosco geändert,“ sagt Carlos Maria Floréz, Koordinator der pädagogischen Programme in der Ciudad Don Bosco in Medellín.

Lernen wieder zu träumen

Auch Andrés und Estefania sehen das so. „Es ist ein Traum, für den man kämpft. Und meine Botschaft an andere ist: Wenn ich das schaffe, dann schafft ihr das auch!“, betont Andrés. „Beethoven Moves! hat mir geholfen, wieder zu träumen“, bestätigt auch Estefania. Beide werden im Sommer wieder in Bonn sein. Dann werden sie an dem dreiwöchigen Sommercamp und der Aufführung mit dem Beethoven Orchester Bonn teilnehmen.

Hallo, bin ein Mensch

Hallo, bin ein Mensch, und ich möchte, dass du mich respektierst oder es zumindest mal probierst, so wie ich bin, denn tief in mir drin steckt ein Kern, der ist gut …

Mit diesen Worten eröffnete die Poetry Slammerin Sabine Paulus das Programm des Don Bosco Forums 2020. Hintergrund ihrer Poetry bilden die Grundsätze der Pädagogik Don Boscos: „Glauben an den guten Kern im jungen Menschen und sein Wachsen ermöglichen, den jungen Menschen annehmen, wie er ist und in Beziehung mit ihm sein."

 

 

Unterschiedliche Dialogformate

Nach dem Plenum wurden verschiedene Dialogformate angeboten. Br. Jean Paul Muller SDB, Generalökonom der Salesianer Don Boscos, berichtete über Neues aus Rom und der Welt. Don Bosco Volunteers erzählten von ihrem Auslandsjahr in Ruanda, der Film „Love“ thematisierte die kommerzielle Ausbeutung von jungen Mädchen in Sierra Leone.

Gottesdienst und gemütlicher Ausklang

Der anschließende Gottesdienst fand in der Kirche St. Remigius statt. Hauptzelebrant war P. Simon Härting SDB - musikalisch unterstützt vom Don Bosco Chor Bonn und zahlreichen Gästen des Forums. Abschluss war ein gemütlicher Ausklang mit Imbiss im Kapitelsaal St. Remigius.

Text: Kirsten Prestin; Fotos: Don Bosco Mission