Berufsschule des Jugendhilfezentrums hat wieder geöffnet

Veröffentlicht am: 20. Mai 2020

Kaum zu glauben, aber wahr: Ein Schüler des Berufsvorbereitungsjahres an der Berufsbildungsschule  am Helenenberg sagte tatsächlich „Endlich wieder Schule!“ als es mit den Unterricht wieder losging.

Hieran erkennt man sehr gut, dass die Corona-Krise die Jugendlichen besonders betrifft. Die fehlende Struktur und die ausgefallene Lern- und Entwicklungszeit sind für Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende, die sowieso schon keine klassische Lern- und Lebensbiographie aufweisen, noch deutlich negativer in ihren Auswirkungen als bei ihren Altersgenossinnen und Altersgenossen.

In der Zeit der Schulschließung haben die Schulen und Werkstätten, der pädagogische Bereich, die Fallbetreuer und alle andern Mitarbeiter mit vollem Einsatz versucht, den Jugendlichen aus dem, Jugendhilfezentrum Don Bosco Helenenberg möglichst viel zu helfen, Struktur und Halt zu schaffen und die Benachteiligungen klein zu halten. Es wurden Lernpakete zusammengestellt, Rücksendeumschläge frankiert, Videokonferenzen einberufen, Präsenz- und Beratungsstunden abgehalten, Notbetreuungen umgesetzt, Telefonberatungen durchgeführt und auf allen erdenklichen Wegen versucht, Kontakt zu halten und Hilfen anzubieten. 

Die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben dabei Großes geleistet und sich durch viel Arbeit gekämpft. Sie haben bewiesen, wie viel Wille und Einsatz sie zeigen können. Sicher gab es auch ein paar weniger erfreuliche Ereignisse, aber insgesamt sind die Jungen und Mädchen, Damen und Herren, wirklich beeindruckend mit der schwierigen Situation umgegangen.

Umso besser, dass der Schulbesuch und der Besuch der Bildungseinrichtung generell wieder partiell zugelassen wurde. Die Rückkehr der Prüflinge und Abschlussklassen sorgte sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den Mitarbeitern wieder für ein Stück Normalität. Das Ganze bedeutet auch einen riesigen planerischen, organisatorischen und logistischen Aufwand. Gesetzliche Vorgaben sind zu beachten, Hygienepläne zu schreiben, Klassenräume auszumessen und Tische zu stellen, Wegekonzepte zu erdenken und Markierungen sowie Schilder und Hinweistafeln anzubringen und noch Vieles mehr.

Der Alltag in der Schule ist bei Weitem noch nicht wieder derselbe wie vor dem Corona-Virus, aber die Schülerinnen, Schüler und Mitarbeiter gewöhnen sich schnell an die neuen Gegebenheiten; das Händewaschen, Desinfizieren und Masken tragen. Die Abschlussklassen sind durchweg dankbar und erfreut, dass die teilweise Öffnung wieder eine Form von Normalität erlaubt und ihre Vorbereitung auf das Leben weitergehen kann.

Sukzessive kommen auch die anderen Ausbildungsjahre und Klassen wieder in die Schulen, um den Unterricht wenigstens so vollständig wie möglich wieder aufzunehmen. Das ist mit weiterem Aufwand und viel Zeitplanung verbunden, von der Organisation versetzter Pausenzeiten über die Teilung von Klassen, um die Räume aufgrund der Abstandsregelung nutzen zu können, bis hin zur Planung der Essensschichten.

Trotz alldem Aufwand und der zusätzlichen Arbeit für Mitarbeiter und Jugendliche können die Mitarbeiter/innen sich den weisen Worten des Schülers aus dem Berufsvorbereitungsjahr nur anschließen: Endlich wieder Schule!

Patrick Settemeyer